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Wiener Schnitzel

Rezept für Wiener Schnitzel
Österreich - Food & Musik
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Hauptspeise für 4 Personen
Zubereitungszeit: 45 Minuten
Wiener Schnitzel: Das goldene Herz der österreichischen Küche

Kaum ein Gericht steht so sinnbildlich für Österreich wie das Wiener Schnitzel. Knusprig, hauchdünn und goldgelb ausgebacken – dieses Stück Kulinarik ist weit mehr als nur ein Klassiker der Wiener Küche. Ob in urigen Gasthäusern, auf Festen oder in modernen Restaurants: Das Wiener Schnitzel gehört einfach dazu. Seine Beliebtheit reicht weit über die Grenzen Österreichs hinaus und hat es längst zu einem internationalen Botschafter der Alpenküche gemacht.

Ursprung und Geschichte

Die Geschichte des Wiener Schnitzels ist ebenso spannend wie sein Geschmack. Schon im 19. Jahrhundert taucht der Begriff „Wiener Schnitzel“ erstmals in Kochbüchern erwähnt – zum Beispiel 1831 in Maria Anna Neudeckers Kochbuch Allerneuestes allgemeines Kochbuch‘.

Der Begriff „Schnitzel“ selbst stammt aus dem süddeutschen Raum und bezeichnete ursprünglich kleine, dünn geschnittene Fleischstücke.

Lange hielt sich die Legende, Feldmarschall Radetzky habe das Rezept aus Italien nach Wien gebracht, inspiriert von der „Cotoletta alla milanese“. Doch Sprachforscher wie Heinz-Dieter Pohl konnten diese Geschichte widerlegen.

Wahrscheinlicher ist, dass das Schnitzel seine Wurzeln in der Wiener Küche selbst hat. Schon vor dem 19. Jahrhundert war es üblich, Fleisch oder Geflügel zu panieren und in Fett auszubacken – das bekannte „Backhendl“ ist ein früher Vorläufer.

Mit der Zeit entwickelte sich daraus das Wiener Schnitzel aus feinem Kalbfleisch, das schnell zu einem Symbol der kaiserlich und königlichen Hofküche wurde. Goldgelb und knusprig – ein Genuss, der bis heute für Wiener Lebensart steht.

Wiener Schnitzel
Foto: © Polina Tankilevitch, Pexels.com
Wann wird Wiener Schnitzel gegessen?

Traditionell gehört das Wiener Schnitzel zum Sonntags- oder Feiertagsessen vieler österreichischer Familien. In Wien selbst ist es aber längst ein Alltagsklassiker – egal ob zum Mittag, zum Abendessen oder als herzhafte Stärkung nach einem Stadtspaziergang. Auch in Gasthäusern und Heurigen ist es ein Fixpunkt auf der Speisekarte.

Serviert wird es klassisch mit Petersilienkartoffeln, Erdäpfelsalat, Gurkensalat oder einem frischen Blattsalat. Ein Spritzer Zitrone darüber – und das Wiener Schnitzel ist perfekt.

Fleisch panieren
Foto: © Lalada, Pexels.com
Die Hauptzutaten

Ein echtes Wiener Schnitzel wird ausschließlich aus Kalbfleisch zubereitet – idealerweise aus der Oberschale oder der Hüfte. Dazu kommen:

  • Mehl, verquirlte Eier und Semmelbrösel für die klassische Panade

  • Butterschmalz oder Pflanzenöl zum Ausbacken

  • Zitrone als frische Begleitung

  • Salz und Pfeffer für die dezente Würze

  • Petersilie als optisches und geschmackliches Extra

Diese Kombination sorgt für das unverwechselbare Aroma: außen knusprig, innen zart – und einfach himmlisch im Geschmack.

Zubereitung und Varianten

Für die Zubereitung wird das Fleisch dünn geklopft, sanft gewürzt und dann in Mehl, Ei und Semmelbröseln gewendet. Entscheidend ist, dass die Brösel nicht zu stark angedrückt werden – nur so entsteht die typische lockere Panierung, die beim Braten „souffliert“, also leicht aufbläht. Anschließend wird das Schnitzel in reichlich heißem Fett goldgelb gebacken.

Neben der Originalversion aus Kalb gibt es zahlreiche Varianten:

  • Schnitzel Wiener Art – aus Schweinefleisch, die häufigste Alternative.

  • Putenschnitzel oder Hühnerschnitzel – leichter, aber ebenso beliebt.

  • Cordon bleu – mit Schinken und Käse gefüllt, eine besonders herzhafte Variante.

  • Pariser Schnitzel – nur in Mehl und Ei gewendet, ohne Brösel.

Sogar weltweit hat das Gericht Spuren hinterlassen: In Japan findet sich mit Tonkatsu ein sehr ähnliches paniertes Schweineschnitzel, das zeigt, wie universell die Liebe zu knusprigem Fleisch ist.

Tipps für das perfekte Wiener Schnitzel
  • Richtiges Fett: Butterschmalz bringt das authentische Aroma.

  • Genug Hitze: Das Schnitzel muss im Fett „schwimmen“, damit es gleichmäßig bräunt.

  • Nicht zu viel drücken: Eine luftige Panade ist das Geheimnis für die perfekte Textur.

  • Sofort servieren: Knusprigkeit geht schnell verloren – frisch aus der Pfanne schmeckt’s am besten!

  • Zitronenscheibe nicht vergessen: Der frische Saft hebt den Geschmack und sorgt für Balance.

Schnitzel
Foto: © Lukas, Pexels.com
So schmeckt Wiener Lebensfreude

Goldgelb, duftend und knusprig – kaum ein Bissen schmeckt so sehr nach Wien wie das Wiener Schnitzel. Außen herrlich kross, innen zart und saftig – ein Gericht, das Erinnerungen weckt und Herzen erobert. Wer einmal dieses kulinarische Meisterstück probiert hat, versteht sofort, warum es in Österreich Kultstatus genießt.

Zutaten:
Foto: © FoodnBass.com
Nährwerte & Allergene:
Zubereitung:

1. Legen Sie die Kalbsschnitzel zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie oder in eine Frischhaltetüte und klopfen Sie sie behutsam flach. Schneiden Sie am Rand liegende Fettränder leicht ein. Würzen Sie das Fleisch anschließend beidseitig mit Salz und etwas Pfeffer.

2. Nachdem die Schnitzel gewürzt sind, sprühen Sie mit einem Spray eine feine Schicht Wasser auf beide Seiten. Dies sorgt dafür, dass die Panade beim Ausbacken besonders fluffig wird.

3. Bereiten Sie drei Teller oder größere Schalen vor:

  • Füllen Sie den ersten Teller mit Weizenmehl.
  • Verquirlen Sie in einem zweiten Teller drei Eier, sodass das Eigelb noch sichtbar bleibt.
  • Geben Sie in den dritten Teller reichlich Semmelbrösel. Für eine besonders feine Panade können die Brösel gesiebt werden.

4. Wenden Sie die Schnitzel zuerst im Mehl, klopfen Sie überschüssiges Mehl vorsichtig ab. Ziehen Sie das Fleisch anschließend durch die Eiermasse, lassen Sie es leicht abtropfen, und drücken Sie es schließlich sanft in die Semmelbrösel. Überschüssige Brösel abklopfen.

5. Erhitzen Sie in einer großen Pfanne Butterschmalz oder Pflanzenöl. Das Öl sollte etwa 1–2 cm hoch stehen, damit die Schnitzel schwimmend gebacken werden. Unbedingt auf eine ausreichende Menge Fett achten, um eine gleichmäßige Garung zu gewährleisten. Verwenden Sie geschmacksneutrale Öle wie Rapsöl, Maiskeimöl oder Sonnenblumenöl. Backen Sie die Schnitzel darin von beiden Seiten 1–2 Minuten goldgelb aus. Rütteln Sie die Pfanne während des Backens leicht, damit die Panade gleichmäßig souffliert. Heben Sie die Schnitzel aus dem Fett und lassen Sie sie auf Küchenpapier abtropfen.

6. Schneiden Sie die gewaschene Zitrone in Spalten und garnieren Sie die fertigen Wiener Schnitzel damit. Am besten servieren Sie sie heiß mit Beilagen wie Kartoffelsalat, Blattsalat, Bratkartoffeln oder Pommes Frites.

Menüvorschlag:
Soundvorschlag:

Kreiml & Samurai sind eine Rapgruppe aus Wien, die für ihre humorvollen, aber zugleich gesellschaftskritischen Texte bekannt ist. Die beiden MCs, Kreiml (Stefan Redl) und Samurai (Georg Rauber), kombinieren markanten Wiener Schmäh mit einem Sound, der sich zwischen klassischem Boom-Bap und modernen Hip-Hop-Beats bewegt. Ihr Stil ist unverkennbar: rotzig, direkt und voller charmanter Selbstironie.

Die Gruppe greift in ihren Songs Themen des alltäglichen Lebens, soziale Ungerechtigkeiten und den Wiener Lebensstil auf. Dabei wechseln sie gekonnt zwischen bissiger Gesellschaftskritik und humorvollen Anekdoten. Ihr Dialekt-Rap ist authentisch und transportiert den typischen Charme Wiens, ohne dabei in Klischees zu verfallen.

5 Songs zum Kochen:
Die Food'n'Bass Playlist:

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