Pizza Margherita
Hauptspeise,  Italien,  Europa

Pizza Margherita

Rezept für Pizza Margherita
Italien - Flagge
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Hauptspeise für 4 Personen
Zubereitungszeit: 1 Stunde + Ruhezeit: 1:45h
Pizza Margherita: Italiens berühmteste Pizza zwischen Mythos und Tradition

Kaum ein Gericht steht so sehr für italienische Esskultur wie die Pizza Margherita. Drei Farben, wenige Zutaten und ein Geschmack, der weltweit Generationen begeistert. Was auf den ersten Blick schlicht wirkt, entpuppt sich als kulinarisches Kulturgut mit bewegter Geschichte, tiefen Wurzeln in Neapel und einer Symbolik, die bis heute nachhallt. Pizza Margherita ist mehr als Fast Food – sie ist Identität, Handwerk und Genuss in seiner pursten Form.

Ursprung und Geschichte

Neapel gilt unbestritten als Wiege der Pizza. Bereits im 18. und frühen 19. Jahrhundert aßen Arbeiter und einfache Familien dort flache Brote, belegt mit Tomaten, Knoblauch, Öl und Kräutern. Pizza war Straßenessen – günstig, sättigend und schnell zubereitet.

Die berühmteste Geschichte rund um die Pizza Margherita führt ins Jahr 1889. Damals besuchten König Umberto I. und Königin Margherita di Savoia die Stadt Neapel. Der Pizzaiolo Raffaele Esposito, Besitzer einer bekannten Pizzeria (heute Pizzeria Brandi), soll eingeladen worden sein, für die Königin zu backen. Drei Pizzen wurden serviert, darunter eine mit Tomaten, Mozzarella und Basilikumin den Farben der italienischen Flagge. Diese Variante habe der Königin besonders geschmeckt und sei nach ihr benannt worden: Pizza Margherita.

Historiker sehen diese Geschichte heute differenzierter. Schriftliche Quellen belegen, dass Pizzen mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum bereits Jahrzehnte vorher existierten. Ein Text aus dem Jahr 1853 beschreibt exakt diese Kombination. Auch die berühmte Dankesurkunde der Königin gilt als umstritten. Dennoch: Der Mythos lebt – und prägt bis heute das Image der Pizza Margherita als nationale Ikone Italiens.

Pizza Margherita
Foto: © Rene Strgar, Pexels.com
Wann Pizza Margherita gegessen wird

In Italien kennt Pizza keine feste Tageszeit. Mittags als schneller Snack, abends in geselliger Runde oder spät in der Nacht nach einem langen Tag – Pizza Margherita passt immer. Besonders beliebt ist sie als gemeinsames Essen mit Freunden oder Familie, klassisch in der Pizzeria oder selbstgemacht zu Hause.

Außerhalb Italiens hat sie sich zusätzlich als perfektes Gericht für Wochenenden, Partys oder entspannte Abende etabliert. Durch ihre Schlichtheit eignet sie sich sowohl als Hauptgericht als auch als Teil eines größeren Pizza-Menüs.

Pizza Margerhita
Foto: © Rene Strgar, Pexels.com
Die Hauptzutaten

Der Geschmack einer Pizza Margherita entsteht durch hochwertige, frische Zutaten:

  • Pizzateig: Weizenmehl Type T65, Salz, Zucker, Hefe, lauwarmes Wasser und natives Olivenöl – sorgt für einen elastischen, luftigen Teig mit knusprigem Rand

  • Tomatensauce: Passata, Olivenöl, fein gehackter Knoblauch, Oregano, Tomatenmark, Salz und Pfeffer – fruchtig, aromatisch und leicht säuerlich

  • Belag: Mozzarella (zerzupft oder grob gehackt), frische Basilikumblätter und ein Spritzer Olivenöl nach dem Backen

  • Praktischer Tipp: Feiner Hartweizengrieß auf der Pizzaschaufel verhindert Kleben und erleichtert das Einschießen in den heißen Ofen – für echtes neapolitanisches Pizzagefühl

Zubereitung und Varianten

Bei der Zubereitung geht es weniger um komplizierte Technik als um Gefühl für Teig, Hitze und Timing. Langsame Teigführung, behutsames Formen per Hand und hohe Backtemperatur sind entscheidend für Textur und Geschmack.

Varianten bleiben trotz Klassik erlaubt:

  • Mozzarella di Bufala sorgt für mehr Cremigkeit

  • San-Marzano-Tomaten intensivieren das Aroma

  • Leicht angebackene Tomatenscheiben setzen fruchtige Akzente

Was bleibt, ist der Respekt vor dem Original. Zusätze wie Salami oder Schinken gehören streng genommen nicht mehr zur Pizza Margherita, sondern markieren den Übergang zu anderen Pizza-Stilen.

Tipps für eine perfekte Pizza Margherita
  • Hochwertige Zutaten schlagen jede aufwendige Technik

  • Teig ausreichend ruhen lassen – Geduld zahlt sich aus

  • Sauce nicht zu dick auftragen, sonst wird der Boden weich

  • Mozzarella gut abtropfen lassen, um überschüssige Flüssigkeit zu vermeiden

  • Basilikum erst nach dem Backen oder ganz zum Schluss zugeben

Ein heißer Ofen ist entscheidend – je höher die Temperatur, desto näher kommt das Ergebnis an die neapolitanische Originalpizza.

Pizzateig
Foto: © Malidate Van, Pexels.com
Ein Gericht, das Geschichte schmeckbar macht

Pizza Margherita zeigt eindrucksvoll, wie aus einfachen Zutaten ein weltweites Kultgericht entstehen kann. Ob Legende oder historische Tatsache – ihr Ursprung verbindet Handwerk, Alltag und nationale Identität. Gerade in ihrer Reduktion liegt ihre Stärke.

Zeitlos, ehrlich und unglaublich vielseitig bleibt sie ein Maßstab für Qualität in der Pizzawelt. Wer Pizza wirklich verstehen will, beginnt mit der Margherita – alles andere folgt danach.

Zutaten:
Pizzateig-Zutaten
Foto: © Foodnbass.com
Pizza Margherita-zutaten
Foto: © Foodnbass.com
Nährwerte & Allergene:
Zubereitung:

Teig – Zubereitung mit der Küchenmaschiene (Zutaten: Teig)

1.1. Mehl, Salz und Zucker in die Schüssel einer Küchenmaschine mit Knethaken geben und kurz vermengen. Bei Verwendung von Trockenhefe diese direkt zum Mehl geben und auf niedriger Stufe untermischen. Frische Hefe alternativ in etwas lauwarmem Wasser auflösen.

1.2. Anschließend die Hefe zusammen mit dem Wasser und dem Olivenöl zur Mehlmischung geben.

1.3. Alles bei niedriger Geschwindigkeit etwa 3–4 Minuten kneten, bis sich der Teig langsam von den Schüsselrändern löst.

1.4. Den Teig 15 Minuten ruhen lassen. Danach weitere 3–5 Minuten auf mittlerer, langsamer Stufe kneten, bis eine glatte, elastische Teigstruktur entsteht.

Teig – Zubereitung per Hand (Zutaten: Teig)

1.1. Für die Handarbeit alle Zutaten in einer großen Schüssel mit einem Holzlöffel vermengen. Anschließend auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und 5–10 Minuten kräftig kneten, bis sich der Teig vom Untergrund löst.

1.2. Auch hier den Teig 15 Minuten ruhen lassen, danach nochmals 5–10 Minuten weiterkneten, um eine geschmeidige Konsistenz zu erreichen.

Teig – Gehzeit & Formen

2. Ein großes Gefäß leicht einölen. Teig zu einer Kugel formen, hineingeben und mit einem sauberen Küchentuch abdecken.

3. Teig an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Alternativ über Nacht luftdicht verpackt im Kühlschrank ruhen lassen.

4. Arbeitsflächen oder Backbleche bemehlen. Teig in vier gleich große Portionen teilen und zu Kugeln formen.

5. Teiglinge abdecken und nochmals 30 Minuten gehen lassen, bis sie sichtbar aufgegangen sind.

Backofen & Backstein vorbereiten

6. Backofen auf maximale Temperatur vorheizen (250–300 °C) und einen Pizzastein oder ein Backblech mindestens 30 Minuten mitheizen.

Tomatensauce – Zubereitung der Tomatensauce (Zutaten: Tomatensauce)

7. Olivenöl in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze erwärmen.

8. Knoblauch hinzufügen und kurz anschwitzen, bis er weich wird.

9. Passata, Oregano und Tomatenmark einrühren.

10. Hitze erhöhen und 5–10 Minuten leicht einkochen lassen, bis die Sauce etwas eindickt.

11. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, danach abkühlen lassen.

Belag – Pizza formen & belegen (Zutaten: Belag)

12. Jede Teigportion zu einem runden Fladen von ca. 23 cm Durchmesser ausrollen, die Ränder etwas dicker lassen.

13. Pizzaschaufel oder Backblech mit feinem Hartweizengrieß bestreuen, Teig darauf platzieren.

14. Mit Tomatensauce bestreichen  und Mozzarella darauf verteilen, ein paar Tropfen Olivenöl darüberträufeln.

Backen

15. Pizzen auf den heißen Pizzastein oder das Backblech schieben.

16. 10–12 Minuten backen, bis der Rand goldbraun und knusprig ist.

17. Pizzen heiß servieren und nach Belieben mit frischem Basilikum garnieren.

Menüvorschlag:

* Titelbild: Foto: © Pressahotkey, Freepik.com

Soundvorschlag:

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5 Songs zum Kochen:
Alles über Mellow Mood:
Die Food'n'Bass Playlist:

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