
Paprikás Csirke Paprikahühnchen

Hauptspeise für 6 Personen
Zubereitungszeit: 20 Minuten + 50 Minuten Garzeit

- Azahriah
Paprikás Csirke, das ungarische Paprikahühnchen, ist ein echtes Wohlfühlgericht und lässt sich nicht nur auf dem Herd, sondern auch wunderbar in einem Dutch Oven über offenem Feuer zubereiten. Gerade diese traditionelle Methode sorgt für ein besonders intensives Aroma und macht das Gericht ideal für Outdoor-Kochen oder gesellige Abende am Lagerfeuer.
Die Kombination aus zartem Hühnchen, einer würzigen Paprikasauce und cremiger Sauerrahmnote macht dieses Gericht zu einem der beliebtesten Klassiker der ungarischen Küche.
Ursprung und Geschichte
Tief verwurzelt in der ungarischen Küche, gehört Paprikás Csirke zu den bekanntesten Gerichten der Pannonischen Tiefebene.
Bereits im 18. Jahrhundert begannen Hirten und Bauern, ihr Fleisch mit Paprika zu würzen – einem Gewürz, das seither zum Markenzeichen ungarischer Speisen wurde.
Gemeinsam mit Gulasch und Pörkölt bildet dieses Hähnchengericht einen festen Bestandteil der regionalen Esskultur.
Besonders wichtig für den authentischen Geschmack ist hochwertiges ungarisches Paprikapulver, das dem Gericht seine typische Farbe und Würze verleiht.
Wann wird es gegessen?
Paprikás Csirke ist ein typisches Sonntagsgericht in Ungarn und wird oft zu besonderen Anlässen serviert. Es ist aber auch ein beliebtes Familienessen, das sich gut vorbereiten lässt und durch sein herzhaftes Aroma perfekt für kalte Tage geeignet ist.
In Restaurants findet man das Gericht ganzjährig, oft mit traditionellen Beilagen wie Nokedli (ungarische Spätzle) oder Kartoffeln.

Die Hauptzutaten
Das klassische Paprikahühnchen besteht aus wenigen, aber hochwertigen Zutaten:
- Hähnchenschenkel (für mehr Geschmack mit Haut und Knochen)
- Ungarisches Paprikapulver (möglichst von hoher Qualität, süß oder edelsüß)
- Zwiebeln, Knoblauch & Tomaten für die Basis
- Saure Sahne & etwas Mehl für die cremige Sauce
- Hühnerbrühe für Tiefe und Aroma
Optional kann eine grüne Paprika für noch mehr Geschmack hinzugefügt werden.

Varianten weltweit
Obwohl Paprikás Csirke eine ungarische Spezialität ist, hat es in anderen Ländern Variationen gefunden:
- Österreich: Ähnlich zubereitet, oft mit einem Hauch von Kümmel.
- USA: Teilweise mit mehr Sahne oder sogar mit Pilzen ergänzt.
- Slowakei: Hier wird manchmal Sauerrahm durch Schmand oder Joghurt ersetzt.
- Serbien: In einigen Regionen wird das Gericht mit Ajvar (paprikabasierte Würzpaste) verfeinert.
Vegetarische & vegane Varianten
Auch ohne Fleisch lässt sich dieses Gericht wunderbar genießen:
- Vegetarische Variante: Anstelle von Hähnchen kann man Champignons, Auberginen oder Kartoffeln verwenden. Diese nehmen die Paprikasauce besonders gut auf.
- Vegane Variante: Saure Sahne wird durch pflanzlichen Joghurt oder Cashewcreme ersetzt, und anstelle von Butter oder Schmalz kann man Pflanzenöl oder vegane Margarine nutzen.
Tipps für das perfekte Ergebnis
- Paprika nicht anbrennen lassen! Das Pulver sollte erst nach dem Anbraten des Fleisches und vor dem Ablöschen mit Brühe eingerührt werden, um Bitterkeit zu vermeiden.
- Ungarisches Paprikapulver verwenden, da es ein tieferes, authentisches Aroma hat als herkömmliches Paprikapulver.
- Hähnchen mit Haut und Knochen nehmen, da dies die Sauce besonders aromatisch macht.
- Langsam schmoren lassen, damit das Fleisch butterzart wird und die Sauce ihr volles Aroma entfaltet.
- Perfekte Beilage: Am besten schmeckt Paprikás Csirke mit Nokedli, ungarischen Eier-Spätzle, aber auch Kartoffeln oder Reis passen gut dazu.
Paprikás Csirke ist ein echter Klassiker, der mit wenigen Zutaten ein unglaublich reiches Aroma entfaltet. Ob traditionell am Herd oder rustikal im Dutch Oven über dem Feuer – dieses ungarische Gericht ist ein wahres Geschmackserlebnis und ein Muss für alle Liebhaber der osteuropäischen Küche!
Zutaten:
- 60 g Butter
- 6 Hähnchenschenkel (ca. 1,4 kg)
- 2 große Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 3 Tomaten
- 1 grüne Paprika
- 4 EL Paprikapulver edelsüß
- 500 ml Hühnerbrühe
- 1 ½ TL Salz
- ½ TL schwarzer Pfeffer
- 3 EL Mehl
- 180 g Crème Fraîche (bei Zimmertemperatur, um Klümpchen zu vermeiden)
- 80 ml Schlagsahne oder saure Sahne
- 1 Handvoll Petersilie
- Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung:
1. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Die Tomaten sowie die Paprika waschen, anschließend die Tomaten in kleine Würfel schneiden. Die Paprika halbieren, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch ebenfalls klein würfeln.
2. Die Butter in einem großen Schmortopf oder einem schweren Topf erhitzen. Die Hähnchenteile von allen Seiten goldbraun anbraten, dann aus dem Topf nehmen und beiseitestellen.
3. In demselben Fett die vorbereiteten Zwiebeln goldbraun anbraten. Anschließend den Knoblauch, die Tomaten und die Paprikawürfel hinzufügen und alles für weitere 2–3 Minuten anbraten.
4. Den Topf vom Herd nehmen und das Paprikapulver, sowie Salz und Pfeffer einrühren – dabei darauf achten, dass das Paprikapulver nicht anbrennt, da es sonst bitter wird.
5. Nun das Hähnchen zurück in den Topf legen und die Hühnerbrühe angießen, sodass das Fleisch größtenteils bedeckt ist. Die Mischung zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren, den Deckel auflegen und das Ganze etwa 40 Minuten sanft köcheln lassen. Anschließend das Hähnchen aus dem Topf nehmen und beiseitestellen.
6. In einer kleinen Schüssel das Mehl mit der Sauerrahm-Sahne-Mischung glatt rühren. Diese Mischung langsam in die Sauce einrühren, dabei ständig rühren, um Klümpchen zu vermeiden. Die Sauce einige Minuten köcheln lassen, bis sie eingedickt ist, und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
7. Zum Schluss das Hähnchen wieder in die Sauce legen und kurz erhitzen. Petersilie waschen, fein hacken und vor dem Servieren über das fertige Hähnchen streuen. Dies verleiht dem Gericht eine frische Note und rundet den Geschmack ab.
Servieren:
Paprikás Csirke wird traditionell mit ungarischen Nokedli serviert – einer kurzen, stückigen Variante der deutschen Spätzle. Diese lassen sich mit einer Spätzlehobel zubereiten und passen perfekt zu der cremigen Sauce.
Menüvorschlag:
- Aperitif: Ungarische Orangen-Limetten Limonade
- Vorspeise: Gulaschsuppe
- Hauptspeise: Paprikás Csirke Paprikahühnchen
- Beilage: Nokedli
- Dessert: Kürtőskalács Baumkuchen
Soundvorschlag:
Azahriah, bürgerlich Attila Baukó, ist ein ungarischer Sänger, Songwriter und Webvideoproduzent aus Budapest. Er erlernte das Musizieren selbstständig über das Internet und begann 2019, seine Songs unter dem Künstlernamen Azahriah zu veröffentlichen. Schnell erlangte er Popularität und konnte 2021 als erster ungarischer Künstler ein Konzert im Ferenc-Puskás-Stadion über drei aufeinanderfolgende Nächte ausverkaufen. Neben seiner Musikkarriere ist er für seine politischen Aussagen bekannt, in denen er sich kritisch gegenüber der konservativen Politik von Viktor Orbán äußert.
In seiner Musik kombiniert Azahriah Pop, Ragga, Mulatos und Hip-Hop und thematisiert häufig gesellschaftliche Fragen wie Homophobie und Minderheitenrechte. Seine Lieder, die sowohl auf Ungarisch als auch auf Englisch sind, zeichnen sich durch tiefgründige, politische Texte aus. Trotz seiner kritischen Haltung gegenüber der Regierung hat er eine vielfältige Anhängerschaft, die sich aus jungen und älteren Fans zusammensetzt. Azahriah gilt als eine der wichtigsten Stimmen der ungarischen Musikszene und beeindruckt mit seinem einzigartigen Stil und seinem Engagement.
5 Songs zum Kochen:
Die Food'n'Bass Playlist:
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