
Gulasz wołowy – Polnisches Rindergulasch
Rezept für polnischen Rindergulasch

Hauptspeise für 4 Personen
Zubereitungszeit: 30 Minuten + Garzeit: 1,5 Stunden
- Sanah
Rindergulasch à la Polska – Herzhaft, würzig, unwiderstehlich
Würzig, herzhaft und unwiderstehlich: Gulasz wołowy ist das polnische Rindergulasch, das Komfort und Geschmack perfekt vereint. Zarte Fleischstücke schmoren in einer aromatischen Sauce aus Paprika, Knoblauch und Gewürzen, die jeden Bissen zu einem kleinen Fest macht.
Ideal für gemütliche Herbstabende oder ein ausgedehntes Sonntagsessen – dieses Gulasch bringt Wärme, Genuss und ein Gefühl von Zuhause auf den Teller. Mit nur wenigen Zutaten lässt sich immer wieder eine neue, köstliche Variante kreieren, die sofort Lust auf mehr weckt.
Ursprung und Geschichte
Gulasz hat seine Wurzeln im ungarischen Pörkölt, einem traditionellen Gericht aus Fleisch, Zwiebeln und Paprika. Der Name leitet sich vom ungarischen Wort pörköl, was so viel wie „anrösten“ bedeutet, ab.
Ursprünglich war Gulasz ein einfaches Gericht der Hirten auf den ungarischen Tiefebenen. Die Fleischstücke wurden zunächst in etwas Schmalz mit Zwiebeln angebraten, und erst nach der Einführung der Paprika im 19. Jahrhundert erhielt das Gericht seinen heutigen würzigen Geschmack.
In Polen wurde Gulasz rasch zu einem festen Bestandteil der traditionellen Hausmannskost. Während das ungarische Gulasch oft als eher leichte, flüssige Suppe serviert wird, entwickelte sich die polnische Variante zu einem kräftigeren, gehaltvollen Eintopf. Charakteristisch ist die sämige Konsistenz der Sauce, die traditionell durch eine leichte Andickung entsteht – ein Unterschied, der die polnische Interpretation vom Original klar abgrenzt.
Schon früh passte man das Gericht den regionalen Vorlieben an und legte den Fokus auf reichhaltige, sättigende Mahlzeiten, die sowohl im Alltag als auch zu festlichen Anlässen genossen werden konnten. So entstand Gulasz wołowy als eigenständige, polnische Variante des ungarischen Originals, die bis heute auf Esstischen im ganzen Land geschätzt wird.

Wann wird Gulasz wołowy gegessen?
Gulasz wołowy ist ein wahres Wohlfühlessen für jede Jahreszeit. Besonders beliebt ist es:
an kühlen Herbst- und Wintertagen, wenn ein warmes, sättigendes Gericht gefragt ist
als Sonntagsessen oder bei Familientreffen
auf Festen und Hochzeiten, wo es als herzhaftes Hauptgericht überzeugt
Traditionell wird Gulasz zu Kartoffeln, Nudeln, Klößen oder frisch gebackenem Brot serviert, sodass die würzige Sauce optimal aufgenommen werden kann.

Die Hauptzutaten
Ein authentisches polnisches Rindergulasch lebt von wenigen, aber sorgfältig ausgewählten Zutaten:
Rindfleisch (z. B. Schulter oder Hals) – zart und aromatisch
Paprika – sorgt für Farbe und Geschmack
Zwiebeln und Knoblauch – Basis für die aromatische Sauce
Karotten – geben eine leichte Süße
Weizenmehl – zum Andicken der Sauce
Schmalz oder Öl – für die perfekte Röstung
Gewürze: Salz, Pfeffer, süßes und scharfes Paprikapulver, Lorbeerblätter, Piment
Frische Petersilie – für das Finish
Zubereitung und Varianten
Die Zubereitung von Gulasz wołowy ist unkompliziert, erfordert jedoch Geduld, damit das Fleisch zart wird und die Sauce ihr volles Aroma entfalten kann. Grundsätzlich wird das Fleisch in Schmalz oder Öl angebraten, dann Zwiebeln, Knoblauch und Paprika hinzugefügt und alles mit Gewürzen abgeschmeckt. Wasser sorgt für die passende Konsistenz der Sauce, während eine Prise Mehl sie leicht andickt.
Varianten:
Mit Tomaten: Ein Schuss Tomatenmark oder frische Tomaten verleihen zusätzliche Säure und Tiefe
Mit Pilzen: Champignons oder Waldpilze passen perfekt zu Rindfleisch
Mit Wein: Ein kleiner Schuss Rotwein intensiviert das Aroma der Sauce
Tipps für das perfekte Ergebnis
- Fleisch gleichmäßig schneiden: Gleich große Stücke garen gleichmäßig und werden zart – ungleichmäßige Stücke brauchen länger oder werden trocken.
- Sanft schmoren: Langsames Köcheln lässt die Aromen sich verbinden und macht das Fleisch butterweich – Eile trübt den Geschmack.
- Kräuter zum Schluss: Frische Petersilie oder andere Kräuter erst am Ende hinzufügen – so bleibt ihr Aroma intensiv und frisch.
- Richtige Ruhezeit: Gulasz schmeckt am nächsten Tag oft noch besser – Zeit zum Durchziehen intensiviert die Aromen.
- Sämigkeit perfektionieren: Eine leichte Mehlschwitze oder etwas Mehl in die Sauce streuen – das sorgt für die charakteristische, cremige Konsistenz ohne Klumpen.

Wohlfühl-Eintopf aus Polen: So schmeckt Tradition
Gulasz wołowy verkörpert den herzhaften, bodenständigen Charakter der polnischen Küche: Reich an Aromen, wärmend und sättigend, zieht es Genießer sofort in seinen Bann. Die Kombination aus zartem Rindfleisch, würziger Paprika und der sämigen Sauce macht diese Spezialität zu einem Gericht, das man nicht nur isst, sondern erlebt – ein echtes Wohlfühlessen, das Lust auf mehr macht. Wer die polnische Küche entdecken möchte, findet hier einen perfekten Einstieg: authentisch, aromatisch und voller Herz.
Zutaten:
- 1 kg Rindfleisch für Gulasch (z. B. Schulter oder Hals)
- 1 große rote Paprika
- 1 große Zwiebel
- 1 Karotte
- 4 Knoblauchzehen
- 3 EL Weizenmehl
- 4 EL Schmalz oder Öl zum Anbraten
- 500 ml Wasser
- 1 TL Salz
- 1 TL süßes Paprikapulver
- 1 TL scharfes Paprikapulver
- 1 TL Pfeffer
- 2 Lorbeerblätter
- 4 Pfefferkörner
- Eine Handvoll Petersilie (frisch, zum Garnieren)

Nährwerte & Allergene:
- Kalorien: ca. 3041 kcal
- Fett: ca. 233 g
- Kohlenhydrate: ca. 55 g
- Eiweiß: ca. 267 g
- Gluten: Enthalten durch das Weizenmehl – bei Glutenunverträglichkeit auf glutenfreie Alternativen achten
Zubereitung:
1. Rindfleisch (z. B. Schulter oder Hals) trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Fleischstücke mit Weizenmehl bestäuben, vermischen und beiseitestellen.
2. Zwiebel und Karotte schälen und fein würfeln, Knoblauch pressen oder fein hacken, Paprika waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
3. Einen großen Topf oder Bräter erhitzen und Öl oder Schmalz hinzufügen. Die Fleischstücke bei hoher Hitze anbraten, bis sie rundum schön gebräunt sind, und dann beiseitestellen.
4. Die Temperatur auf mittlere Hitze herunterdrehen und im selben Topf oder Bräter bei Bedarf etwas Öl nachgießen. Zwiebel glasig oder leicht gebräunt anschwitzen, kurz vor Ende den Knoblauch hinzufügen und die Karotten kurz mitanbraten. Zum Schluss süßes und scharfes Paprikapulver hinzufügen und dabei ständig mit dem Löffel umrühren, damit es nicht anbrennt und bitter wird.
5. 500 ml Wasser angießen und mit Salz, Pfeffer, Lorbeerblättern und Pfefferkörnern würzen. Alles gut umrühren und den Topf abgedeckt bei niedriger Hitze sanft schmoren lassen. Den Gulasch insgesamt etwa 1,5 Stunden garen, bis das Fleisch schön zart ist. Nach der Hälfte der Schmorzeit die Paprikastücke hinzufügen.
6. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn die Sauce zu dünn ist, eine Mehlschwitze anrühren: 1 EL Mehl mit 50 ml Wasser glatt rühren und unter den Gulasch rühren. Kurz aufkochen lassen, bis die Sauce leicht andickt.
7. Gulasz heiß servieren, mit frisch gehackter Petersilie bestreuen. Dazu passen Kartoffeln, Klöße, Reis oder frisches Brot.
Menüvorschlag:
- Aperitif: Herbata Zimowa – Polnischer Wintertee
- Vorspeise: Pierogi – Gefüllte Teigtaschen
- Hauptspeise: Gulasz wołowy – Polnisches Rindergulasch
- Beilage: Kopytka – Polnische Kartoffelklößchen
- Dessert: Sernik – Polnischer Käsekuchen
Soundvorschlag:
Sanah ist die polnische Stimme, die man aktuell einfach nicht überhören kann. Ihre Songs sprühen vor Emotionen, mal sanft und verträumt, mal frech und direkt – immer mit einer Prise Drama, die sofort unter die Haut geht. Ob melancholische Ballade oder tanzbarer Pop-Soul, Sanah schafft es, Geschichten in einen Sound zu verwandeln, der sowohl Herz als auch Kopf berühren.
Ihre Songs wie „Szampan“ oder die poetischen Neuinterpretationen in „Sanah śpiewa poezyje“ laden dazu ein, mitzuschwingen, mitzufühlen und sich einfach fallen zu lassen. Ihr Debütalbum Królowa dram erreichte sofort Platz eins der polnischen Charts, gefolgt von den erfolgreichen Alben Irenka, Uczta und Sanah śpiewa poezyje, die alle mit Diamant ausgezeichnet wurden. 2024 erschien ihr fünftes Album Kaprysy, das ihre Vielseitigkeit und kreativen Ideen erneut unterstreicht. Sanah ist eine Musikerin, die polnische Popmusik modern interpretiert – ein Erlebnis, das man hören, fühlen und immer wieder neu entdecken möchte.
5 Songs zum Kochen:
Die Food'n'Bass Playlist:
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