
Gaufre Liégeoise – Lütticher Waffeln
Rezept für Lütticher Waffeln

Dessert für 6 Personen
Zubereitungszeit: 1 Stunde + Ruhezeit: 1,5 Stunden
Knuspriger Zucker, weicher Kern und ein Stück belgische Genusskultur
Kaum ein Gebäck steht so sehr für Belgien wie die Lütticher Waffeln. Schon beim ersten Bissen wird klar: Diese Waffel ist kein gewöhnliches Dessert. Außen karamellisierter Perlzucker, innen eine weiche, fast briocheartige Krume – warm serviert, duftend nach Butter und Vanille. Ob auf den Straßen von Lüttich, auf Jahrmärkten oder längst weltweit in „Belgian Waffle“-Shops: Die Lütticher Waffel vereint Tradition, Handwerk und pure Lust am Süßen.
Ursprung und Geschichte
Verwurzelt ist die Gaufre de Liège tief in der wallonischen Stadt Lüttich (Liège). Man geht davon aus, dass sie zwischen dem späten 18. und dem 19. Jahrhundert entstand. Einer beliebten Legende zufolge soll der Koch des Fürstbischofs von Lüttich im 18. Jahrhundert den Auftrag erhalten haben, ein neues, besonders süßes Gebäck zu kreieren. Romantisch – aber nicht ganz belegbar.
Was als sicher gilt: Die Lütticher Waffel konnte erst entstehen, als ihr Schlüsselbestandteil verfügbar wurde – Perlzucker aus Zuckerrüben. Dieser tauchte in der Region Hesbaye erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts auf und wurde im 19. Jahrhundert industriell zubereitet. Ohne ihn gäbe es keine karamellisierten Zuckernester, die heute das Markenzeichen der Gaufre Liégeoise sind.
Anders als frühere, oft salzige Waffelvarianten entwickelte sich die Lütticher Waffel aus einer hefebasierten, fettreichen Teigkultur, wie sie in Belgien durch die Verwendung von Bierhefe und Backhefe weit verbreitet war. Das Ergebnis: eine völlig neue Textur – weich, saftig, üppig.

Wann wird die Lütticher Waffel gegessen?
Zeitlich kennt die Gaufre Liégeoise kaum Grenzen. Traditionell gilt sie als
Dessert, Snack oder süße Zwischenmahlzeit.
Beliebt ist sie besonders:
frisch gebacken auf Wochenmärkten und Straßenständen
als warmer Snack beim Stadtbummel
zu Feiertagen und früher sogar als Neujahrsgeschenk
heute auch zum Brunch oder Kaffee
Am liebsten wird sie lauwarm oder heiß gegessen – pur, ohne Toppings. Genau darin liegt ihr Stolz.

Die Hauptzutaten
Typische Zutaten der belgischen Spezialität sind:
Milch – macht den Teig schön geschmeidig
Trockenhefe (Backhefe) – macht den Teig locker und aromatisch
Weizenmehl (Typ 45 oder T55) – fein genug für eine weiche Krume
Brauner Zucker – bringt leichte Karamellnoten
Natürlicher Vanilleextrakt – klassisches Aroma
Salz – unverzichtbar für Balance
Eier – Struktur und Farbe
Weiche Butter – Herzstück der briocheartigen Textur
Perlzucker – das Markenzeichen der Lütticher Waffel
Sonnenblumenöl – zum Einfetten der Waffeleisenplatten
Besonders der Perlzucker unterscheidet diese Waffel klar von der Brüsseler Variante. Er schmilzt nicht vollständig, karamellisiert punktuell und sorgt für den typischen Crunch.
Zubereitung & Varianten
Charakteristisch ist der hefereiche, butterlastige Teig, der eher an Brioche als an klassischen Waffelteig erinnert. Nach der Ruhezeit wird der Perlzucker untergeknetet, bevor der Teig portionsweise im Waffeleisen gebacken wird.
Einige Besonderheiten:
unregelmäßige Form, meist ohne klare Ecken
kompakter als die Brüsseler Waffel
keine zusätzlichen Toppings notwendig
Beliebte Varianten:
mit Zimt statt Vanille (historisch belegt)
mit Schokoladenstückchen – modern interpretiert
rustikale Rezepte mit weniger Zucker, dafür mehr Butteraroma
Tipps für perfekte Lütticher Waffeln
Geduld zahlt sich aus: Hefeteig braucht Zeit
Perlzucker erst am Ende unterarbeiten, damit er nicht zerbricht
Waffeleisen gut einfetten – karamellisierter Zucker haftet stark
Waffeln frisch genießen oder luftdicht aufbewahren
Gut zu wissen:
Lütticher Waffeln halten sich 2–3 Tage bei Raumtemperatur. Zum Aufwärmen eignen sich wenige Sekunden in der Mikrowelle besser als der Ofen – so bleibt der Kern weich.

Zutaten mit Geschmack: Perlzucker, Butter & Co.
Die Gaufre Liégeoise ist ein kleines Meisterwerk der Backkunst: außen knusprig durch den karamellisierten Perlzucker, innen weich, buttrig und aromatisch. Jeder Biss verbindet zarte Vanille, reichhaltige Butter und die süßen, knackigen Zuckernester zu einem unverwechselbaren Geschmackserlebnis. Ob frisch vom Waffeleisen auf dem Markt oder zuhause selbst gebacken – diese Waffel verführt sofort und macht Lust auf mehr Crunch, mehr Genuss, mehr Belgien. Einfach ausprobieren, abbeißen und den Moment genießen!
Zutaten:
- 250 ml Milch
- 8 g Trockenhefe (Backhefe)
- 500 g Weizenmehl (Typ 45 oder T55)
- 35 g brauner Zucker
- 3 TL natürlicher Vanilleextrakt
- 2 Prisen Salz
- 2 Eier
- 250 g weiche Butter
- 160 g Perlzucker
- Sonnenblumenöl zum Einfetten des Waffeleisens

Nährwerte & Allergene:
- Kalorien: ca. 3150 kcal
- Fett: ca. 165 g
- Kohlenhydrate: ca. 380 g
- Eiweiß: ca. 60 g
- Ei: Enthalten in 2 Eiern – für Allergiker relevant.
- Milch/Laktose: Milch und Butter enthalten Laktose – relevant bei Milchallergie oder Laktoseintoleranz.
- Gluten: Enthalten im Weizenmehl – nicht geeignet für Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit.
Zubereitung:
1. Milch leicht erwärmen, die Trockenhefe einrühren und 10 Minuten stehen lassen.
2. In einer großen Schüssel oder im Mixer Weizenmehl, braunen Zucker und Salz vermengen. Eier, Vanille und das Milch-Hefe-Gemisch hinzufügen.
3. Alles etwa 5 Minuten auf niedriger Geschwindigkeit kneten. Die weiche Butter stückweise dazugeben und weitere 10 Minuten langsam zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
4. Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig das doppelte Volumen erreicht hat (ca. 1,5 Stunden). Alternativ bei 30 °C im Backofen gehen lassen. Den Perlzucker unterheben und gut vermischen.
5. Waffeleisen vorheizen. Den Teig in Portionen von etwa 100 g teilen, zu kleinen, leicht abgerundeten Kugeln formen und in die Mitte des Waffeleisens setzen. Ca. 3 Minuten backen – je nach Gerät kann die Backzeit etwas variieren, bis die Waffel goldbraun und karamellisiert ist.
6. Waffeln auf einem Gitter etwas abkühlen lassen. Mit den restlichen Portionen genauso verfahren.
Menüvorschlag:
- Aperitif: Trappist Manhattan Cocktail
- Vorspeise: Asperges op Vlaamse – Flämischer weißer Spargel mit Butter und Ei
- Hauptspeise: Waterzooi van kip – Belgischer Hühner-Eintopf
- Beilage: Salade Liégeoise – Lütticher Bohnensalat
- Dessert: Gaufre Liégeoise – Lütticher Waffeln
Soundvorschlag:
Azmari bringen den Herzschlag Brüssels direkt in deine Ohren: Sechs Musiker, ein Sound, der Grenzen sprengt. Ihre Mischung aus Jazz, Afrobeat, Funk und Dub lässt dich sofort in eine hypnotische Klangwelt eintauchen – mal orientalisch verführt, mal mit treibenden Ethio-Grooves in den Bann gezogen. Jeder Ton wirkt wie ein improvisierter Jam, der spontan auf der Bühne entsteht, aber dabei immer den Takt behält. Wer auf überraschende Kombinationen und vibrierende Rhythmik steht, findet in Azmari den perfekten Soundtrack für Abenteuerlust im Kopf.
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5 Songs zum Kochen:
Die Food'n'Bass Playlist:
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