
Fondue Savoyarde – Französisches Käsefondue
Rezept für französisches Käsefondue
Hauptspeise für 6 Personen
Zubereitungszeit: 45 Minuten
- Panda Dub
Fondue Savoyarde: Der schmelzende Alpentraum aus Frankreich
Wenn draußen der Frost die Fensterscheiben verziert und die Abende länger werden, gibt es kaum ein Gericht, das mehr Gemütlichkeit verspricht als ein echtes Käsefondue. Doch wer glaubt, Fondue sei gleich Fondue, hat die Rechnung ohne die Savoyer gemacht.
Die Fondue Savoyarde ist die französische Antwort auf den Schweizer Klassiker – eine aromatische Liebeserklärung an die Bergregion Savoyen, die weit mehr ist als nur geschmolzener Käse. Sie ist ein geselliges Ritual, das Menschen um einen dampfenden Topf vereint.
Ursprung und Geschichte
Obwohl die Schweizer das Patent auf die Ur-Idee beanspruchen, blickt die Fondue-Kultur auf eine faszinierende Reise zurück. Schon in Homers Ilias wurde eine Mixtur aus Ziegenkäse, Wein und Mehl erwähnt. Doch die moderne Fondue Savoyarde, wie wir sie heute lieben, fand ihren Weg erst nach dem Zweiten Weltkrieg fest in die französischen Haushalte.
Früher war es ein pragmatisches Gericht der Bergbauern. Altes Brot und Käsereste wurden verwertet, um in den harten Wintern eine nahrhafte Mahlzeit zu kreieren. In den 1950er Jahren, mit dem Boom des Wintersports und des Alpentourismus, entstand das Gericht. Aus dem „Restessen“ wurde das Highlight der Après-Ski-Kultur. Heute steht die Fondue Savoyarde symbolisch für die französische Lebenskunst und die Qualität regionaler AOC-Produkte.

Wann Fondue Savoyarde gegessen wird
Klar, die Hochsaison ist der Winter. Nach einem Tag auf der Piste oder einem langen Spaziergang in der Kälte gibt es nichts Besseres. Doch in Frankreich ist Fondue nicht streng an den Kalender gebunden. Es ist ein Social-Event. Man isst es, wenn Freunde zusammenkommen, wenn gelacht werden soll und wenn die Zeit keine Rolle spielt. Es ist das ultimative Gericht für lange Abende, an denen das Miteinander im Vordergrund steht – egal ob in einer rustikalen Skihütte oder in der heimischen Küche.

Die Hauptzutaten
Charakter und Qualität der Fondue Savoyarde hängen maßgeblich von der Käseauswahl ab. Typisch ist eine Mischung aus mehreren Sorten:
Beaufort d’Alpage (alternativ Allgäuer Bergkäse) – sorgt für Würze und alpine Tiefe.
Comté – bringt Fruchtigkeit und Schmelz
Emmentaler – verleiht Cremigkeit und milde Noten
Hinzu kommen weitere klassische Komponenten:
Knoblauch zum Ausreiben des Fonduetopfs
Trockener Weißwein aus Savoyen, etwa Apremont (alternativ Silvaner, Riesling …)
Kirschwasser als optionales Aroma
Muskatnuss, Salz und Pfeffer
Rustikales Bauernbrot oder Baguette zum Tunken
Zubereitung und Varianten
Die Magie passiert im Fonduetopf, dem typischen Stein- oder Gusseisentopf. Zuerst wird der Topf mit der halbierten Knoblauchzehe eingerieben – ein Muss für das Aroma. Während der Wein sanft erhitzt wird, kommt der Käse nach und nach hinzu.
Kreative Varianten:
Wer es experimentell mag, kann die Fondue Savoyarde variieren:
Die Edel-Variante: Gebe einen Schuss Champagner statt Weißwein hinzu.
Die Herzhafte: Füge kleine Würfel von Reblochon hinzu, um die Cremigkeit zu erhöhen.
Die Würzige: Ein paar getrocknete Morcheln im Käse sorgen für ein unvergleichliches Waldaroma.
Tipps für das perfekte Ergebnis
Das Brot-Management: Schneide das Brot in mundgerechte Würfel, aber achte darauf, dass jedes Stück ein bisschen Rinde hat. Das gibt der Gabel Halt.
Die Temperatur: Lasse den Käse niemals kochen! Zu viel Hitze trennt Fett und Eiweiß – die Fondue wird klumpig oder ölig.
Die „Acht“: Rühre stets in Form einer Acht, damit sich Käse und Wein gleichmäßig verbinden.
Die „Religieuse“: Am Ende bildet sich am Boden des Topfes oft eine goldbraune Käsekruste. In Frankreich nennt man sie die „Nonne“ – sie gilt als absolute Delikatesse und wird unter den Gästen aufgeteilt.

Ein Topf voller Lebensfreude
Vergiss steife Dinner-Partys oder komplizierte Etikette. Eine Fondue Savoyarde ist die kulinarische Lizenz zum Genießen – ohne Wenn und Aber. Es ist dieser eine Moment, wenn deine Gabel tief im goldenen See versinkt, der Käse endlose Fäden zieht und der Duft von Muskat und Kirschwasser die Luft erfüllt. In diesem Augenblick wird alles andere nebensächlich. Sobald du den ersten nussigen, schmelzenden Bissen auf der Zunge spürst, weißt du: Das hier ist das pure Alpenglück. Also, schnapp dir deine Gabel und tauch ein!
Zutaten:
- 400 g Beaufort d’Alpage (alternativ Allgäuer Bergkäse)
- 400 g Comté
- 400 g Emmentaler
- 1 Knoblauchzehe
- 2 Bauernbrote à ca. 400 g oder Baguette
- 1 Flasche trockener Weißwein aus Savoyen (z. B. Apremont – alternativ trockener deutscher Weißwein)
- 30 ml Kirschwasser
- Frisch geriebene Muskatnuss
- Salz und schwarzer Pfeffer

Nährwerte & Allergene:
- Kalorien: ca. 6500 kcal
- Fett: ca. 430 g
- Kohlenhydrate: ca. 410 g
- Eiweiß: ca. 360 g
- Gluten: enthalten durch Bauernbrot / Baguette aus Weizenmehl – bei Glutenunverträglichkeit durch glutenfreies Brot ersetzen
- Milch/Laktose: enthalten durch Beaufort, Comté und Emmentaler – laktosefreie Hartkäse oder laktosefreie Käsealternativen möglich
- Alkohol: enthalten durch Wein und Kirschwasser – Alkohol verfliegt teilweise beim Erhitzen, bleibt jedoch geschmacklich erhalten
- Sulfite: können je nach verwendeter Brotsorte und Alkohol enthalten sein
Zubereitung:
1. Rinde der Käsesorten entfernen. Den Käse in feine Scheiben schneiden oder grob reiben und beiseitestellen.
2. Knoblauchzehe schälen, den grünen Keim entfernen.
3. Bauernbrot oder Baguette in große Würfel schneiden.
4. Innenraum des Fonduetopfes mit der Knoblauchzehe gründlich ausreiben.
5. Fonduetopf bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen, den Weißwein hineingießen und langsam zum Sieden bringen.
6. Käse-Scheiben nach und nach hinzufügen. Vorsicht: nicht zu hohe Temperatur verwenden, sonst wird der Käse gummiartig.
7. Mit einem Holzlöffel kontinuierlich in Acht-Form rühren, etwa 10–15 Minuten bei geringer Hitze, bis der Käse vollständig geschmolzen und eine homogene Masse entstanden ist.
8. Mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer großzügig würzen, etwas frisch geriebene Muskatnuss hinzufügen und bei Bedarf leicht salzen. Zum Schluss das Kirschwasser unterrühren.
9. Den Fonduetopf vom Herd nehmen und auf ein Fonduegestell in die Tischmitte stellen. Die Flamme sehr niedrig einstellen.
10. Brotwürfel separat servieren und mit einer Fonduegabel in den geschmolzenen Käse tauchen.
Menüvorschlag:
- Aperitif: Grog Savoyard – Alpen-Grog
- Vorspeise: Plateau de Charcuterie Savoyarde – Savoyisches Wurstplatte
- Hauptspeise: Fondue Savoyarde – Französisches Käsefondue
- Beilage: Gratin Savoyard – Savoyer Kartoffelgratin
- Dessert: Gâteau de Savoie – Savoyer Biskuitkuchen
Soundvorschlag:
Panda Dub ist kein gewöhnlicher Beatmaker – er ist ein Architekt für massive Soundwände. Direkt aus Lyon liefert er einen Sound, der dich erst hypnotisiert und dann mit voller Wucht trifft. Es ist ein wilder Mix aus brutalem Dub, technoiden Beats und ethnischen Vibes, die zwischen Orient und Indien oszillieren. Sein Style? Manchmal smooth und schwebend, im nächsten Moment ein metallisches Bass-Gewitter, das jeden Club in Schutt und Asche legt.
Vergiss verstaubten Reggae-Dub: Panda Dub ist die moderne, elektronische Evolution. Mit seiner DIY-Attitüde und Alben wie „Horizons“ hat er sich zum Headliner der Indie-Szene gebasst. Seine Tracks sind ein Trip, der dich von der ersten Sekunde an packt und nicht mehr loslässt. Wenn du Bock auf Musik hast, die nicht nur durch die Ohren, sondern direkt in den Magen geht, ist Panda Dub dein neuer Must-Listen.
5 Songs zum Kochen:
Die Food'n'Bass Playlist:
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* Titelbild: Foto: © Freepik.com
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