
Englische Pastinaken-Apfel-Cremesuppe mit Curry
Rezept für englische Pastinakensuppe
Englische Küche


Vor- oder Hauptspeise für 4 Personen
Zubereitungszeit: 1 Stunde
Winterliche Wohlfühlküche mit britischem Twist
Wenn draußen der Nebel über die Felder zieht und die Temperaturen sinken, gibt es in der englischen Küche kaum etwas Tröstlicheres als eine sämige Gemüsesuppe. Doch wer jetzt an langweiligen Eintopf denkt, irrt gewaltig. Die Englische Pastinaken-Apfel-Cremesuppe mit Curry ist das perfekte Beispiel für modernen British Style: bodenständig durch Wurzelgemüse, erfrischend durch heimisches Obst und aufregend durch die koloniale Geschichte, die eine Prise Madras-Curry in den Topf zaubert.
Ursprung und Geschichte
Die Geschichte dieses Gerichts ist eng mit der Identität Großbritanniens verknüpft. Die Pastinake selbst war schon im Mittelalter ein Grundnahrungsmittel auf der Insel, bevor die Kartoffel ihren Siegeszug antrat. Wegen ihrer natürlichen Süße wurde sie sogar zum Süßen von Gebäck verwendet.
Der wahre Clou kam jedoch im 18. und 19. Jahrhundert hinzu: Durch die Verbindungen zu Indien während der Kolonialzeit flossen exotische Gewürze wie Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander in die britischen Rezepte ein. Das heute so beliebte „Curry-Profil“ wurde zum festen Bestandteil der englischen Geschmackswelt.
In den 1970er Jahren erlebte die Kombination aus Pastinake und Apfel schließlich einen Boom in den Gastropubs und ist seitdem aus der modernen britischen Küche nicht mehr wegzudenken.

Wann wird diese Suppe gegessen?
Traditionell ist diese Cremesuppe ein Highlight der Herbst- und Wintersaison. Wenn die Pastinaken den ersten Frost abbekommen haben, schmecken sie besonders süß und aromatisch.
Serviert wird sie vor allem zum:
Sonntags-Lunch: Gerne als leichter Starter vor dem klassischen Roast Dinner.
Boxing Day: Ein Klassiker am zweiten Weihnachtsfeiertag, um den Magen nach den Festtagen zu beruhigen.
Dinner Party: Durch die cremige Textur und das feine Curry-Aroma wirkt sie elegant und modern zugleich.

Die Hauptzutaten
Das Geheimnis liegt in der Balance zwischen Süße, Säure und sanfter Schärfe. Für dieses Rezept setzen wir auf:
Pastinaken bilden die cremige, leicht süßliche Grundlage
Granny-Smith-Apfel sorgt für Frische und eine feine Säure
Zwiebel und Schalotten bringen Tiefe und milde Würze
Curry Madras verleiht Wärme, Farbe und eine exotische Note
Sojacreme macht die Suppe samtig und veganfreundlich
Sonnenblumenöl dient als neutrales Fett für sanftes Anrösten
Salz und Pfeffer runden den Geschmack ab
Frischer Koriander setzt am Ende ein aromatisches Highlight
Zubereitung und Varianten
Die Magie passiert im Topf, wenn die Aromen miteinander verschmelzen. Zwiebeln und Schalotten werden sanft in Sonnenblumenöl glasig gedünstet, bevor die Pastinaken und der Apfel dazustoßen. Das Mitrösten des Currypulvers ist hierbei entscheidend, um die ätherischen Öle des Gewürzes freizusetzen.
Lust auf Abwechslung? Probiere diese Varianten:
Crunch-Faktor: Toppe die Suppe mit gerösteten Haselnüssen oder Kürbiskernen.
Extra-Wärme: Reibe ein kleines Stück frischen Ingwer mit in die Basis.
Süßer Akzent: Ein paar Tropfen Ahornsirup oder Honig verstärken die natürliche Süße der Pastinake.
Tipps für das perfekte Ergebnis
Pastinaken möglichst frisch verwenden – sie sollten fest und hell sein
Curry nicht zu heiß rösten, sonst wird er bitter
Die Säure-Regel: Falls die Suppe zu süß wirkt, hilft ein kleiner Spritzer Zitronensaft oder Weißweinessig kurz vor dem Servieren.
Apfel erst später hinzufügen, damit die Frische erhalten bleibt
Suppe fein pürieren für eine echte Cremesuppen-Textur
Koriander erst kurz vor dem Servieren schneiden
Nicht zu fein schälen: In der Schale der Pastinake sitzt viel Aroma. Wenn sie Bio ist, reicht gründliches Waschen!

Tradition trifft Moderne
Die englische Pastinaken-Apfel-Cremesuppe mit Curry ist der Beweis dafür, dass einfache Zutaten Großes bewirken können. Sie ist gesund, wärmend und bringt durch die Sojacreme und das Madras-Curry einen modernen, weltoffenen Vibe in deine Küche. Ein echtes Wohlfühlgericht, das zeigt, wie harmonisch Obst, Gemüse und Gewürze miteinander tanzen können.
Zutaten:
- 1 kleine Zwiebel
- 2 Schalotten
- 1 EL Sonnenblumenöl
- 2 TL Madras-Curry
- 500 g Pastinaken
- 1 Granny-Smith-Apfel
- 200 ml Sojacreme
- Salz und Pfeffer
- Zweige frischer Koriander

Nährwerte & Allergene:
- Kalorien: ca. 900 kcal
- Fett: ca. 45 g
- Kohlenhydrate: ca. 100 g
- Eiweiß: ca. 10 g
- Soja: Sojacreme enthält Soja. Relevant für Personen mit Soja-Allergie.
Zubereitung:
1. Zwiebel schälen und in Achtel schneiden. Schalotten ebenfalls schälen und vierteln. Pastinaken und Apfel schälen, Apfel entkernen und beides in grobe Stücke schneiden.
2. Sonnenblumenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebel und Schalotten hineingeben und unter regelmäßigem Rühren etwa 10 Minuten glasig dünsten, bis sie weich sind, aber keine Farbe annehmen.
3. Currypulver in den Topf geben und etwa 1 Minute unterrühren, sodass sich die Aromen entfalten können.
4. Pastinaken- und Apfelstücke hinzufügen und alles gut vermengen, damit das Gemüse gleichmäßig mit dem Curry überzogen ist.
5. Mit etwa 800 ml heißem Wasser aufgießen, salzen und zum Kochen bringen. Hitze reduzieren, Topf abdecken und die Suppe rund 35 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Pastinaken sehr weich sind.
6. Topf vom Herd nehmen, Sojacreme einrühren und die Suppe fein pürieren, bis eine glatte, cremige Konsistenz entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
7. Kurz vor dem Servieren frischen Koriander grob zupfen und über die Cremesuppe streuen.
Menüvorschlag:
- Aperitif: Grog – Englisches Heißgetränk mit Rum
- Vorspeise: Englische Pastinaken-Apfel-Cremesuppe mit Curry
- Hauptspeise: Spring Veggie Shepherd’s Pie – Englischer Frühlings-Gemüseauflauf
- Beilage: Salt & Vinegar Crisps – Englische Kartoffelchips mit Salz & Essig
- Dessert: Steamed Sponge Pudding – Englischer Puddingkuchen
Soundvorschlag:
Wenn britische Street-Attitüde auf die tiefen Bässe jamaikanischer Soundsystem-Kultur trifft, steht meistens Rodney P am Mic. Als „Godfather of UK Hip-Hop“ ist der Londoner seit den 80ern die ultimative Instanz im europäischen Game. Ob als Frontmann der legendären London Posse oder als Solo-Ikone: Rodney P war der Erste, der den US-Slang kickte und Rap mit britischem Dialekt und karibischem Erbe weltweit salonfähig machte.
Sein Sound ist ein hochprozentiger Mix aus Hip-Hop, Reggae, Dub und Jungle, der ihn auf die größten Bühnen neben Legenden wie Mos Def oder Jay-Z gebracht hat. Rodney P denkt nicht in Schubladen, sondern in Vibes – was Kollaborationen mit Acts wie L’Entourloop, Roni Size oder Dub Pistols eindrucksvoll beweisen. Wer die Wurzeln und die Zukunft des UK-Sounds verstehen will, kommt an diesem Schwergewicht aus Balham nicht vorbei. Mit seiner unverwechselbaren Stimme und einer ordentlichen Portion Haltung bleibt er der unangefochtene Architekt des britischen Undergrounds.
5 Songs zum Kochen:
Die Food'n'Bass Playlist:
YouTube
Spotify
Es gibt noch keine Bewertungen. Schreibe selbst die erste Bewertung!
Das könnte dich ebenfalls interessieren

Libanesisches Tabouleh
19. Oktober 2024
Ratatouille Chakchouka
14. April 2022