
Chili con Carne – Bohnen-Hackfleisch-Chili
Rezept für Chili con Carne


Hauptspeise für 4 Personen
Zubereitungszeit: 1,5 Stunden
- Khruangbin
Chili con Carne: Der amerikanische Klassiker mit Tex-Mex-Wurzeln
Kaum ein Gericht verbindet Wärme, Würze und pure Gemütlichkeit so gut wie ein dampfender Teller Chili con Carne. In den USA längst ein Klassiker der Alltagsküche, weltweit ein beliebtes Comfort Food. Kräftiges Rinderhack, aromatische Gewürze, rote Bohnen und Tomaten bilden die Grundlage – aber das eigentliche Geheimnis liegt in der langen Tradition dieses Gerichts. Heute hat Chili con Carne unzählige Gesichter: mild, feurig, rauchig oder mit modernen Twists.
Ursprung und Geschichte
Chili con Carne kann auf eine erstaunlich lange Geschichte zurückblicken. Schon im 16. Jahrhundert beschrieb der Franziskanermönch Bernardino de Sahagún in den Aztekenstädten ein scharf gewürztes Ragout mit Chili – eine frühe Form dessen, was wir heute kennen.
Mit der Ankunft der spanischen Siedler kam das Rindfleisch dazu. Genau dieses Zusammenspiel aus alten indigenen Traditionen und europäischer Fleischküche gilt als Geburtsstunde des modernen Chili con Carne.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Gericht besonders im Südwesten der USA – Texas, New Mexico und Arizona – zum Lebensmittel der einfachen Leute.
Die Stadt San Antonio wurde weltweit bekannt für seine „Chili Queens“ – Straßenverkäuferinnen, die in bunt beleuchteten Wagen würziges Chili servierten. Besucher der Stadt schwärmten von diesem scharfen Eintopf, und spätestens auf der Weltausstellung 1893 in Chicago lernte das ganze Land den Geschmack des Chili kennen.
Abenteuerlustige Cowboys nutzten sogenannte „Chili Bricks“ – getrocknete Blöcke aus Fleisch, Fett und Chili, die unterwegs einfach aufgekocht wurden. Praktisch, nahrhaft und lange haltbar.
Heute ist das Gericht so fest in der amerikanischen Kultur verankert, dass es seit 1977 offiziell das „State Dish“ von Texas ist.

Wann wird Chili con Carne gegessen?
Chili con Carne ist ein Allrounder. Gekocht wird es:
als wärmendes Wintergericht, ideal für kalte Tage
bei Familienfeiern und Partys, weil man es in großen Mengen vorbereiten kann
bei Football-Abenden und BBQs, wo Chili gerne auf Hot Dogs oder Nachos landet
als Meal Prep – denn am nächsten Tag schmeckt es oft noch intensiver
zu Fiestas und Tex-Mex-Abenden, zusammen mit Tortillas, Avocado oder Limette
Keine Uhrzeit, kein Anlass – Chili passt immer.

Die Hauptzutaten
Dein Rezept basiert auf klassischen, amerikanisch-mexikanischen Aromen. Hier die Zutaten, die dieses Chili reichhaltig und aromatisch machen:
Rinderhackfleisch – kräftig und saftig
Pflanzenöl – für Geschmack und Bräune
Zwiebeln & Knoblauchzehen – die Basis jedes guten Chilis
Chili- & Paprika-Pulver & gemahlener Kreuzkümmel – das aromatische Herzstück
Rote Paprika – bringt Süße und Struktur
Tomatenmark & gehackte Tomaten – geben Tiefe und fruchtige Säure
Rote Bohnen – für die typische Chili-Textur
Rinderbrühe – sorgt für Saftigkeit
Getrockneter Majoran & Zucker – harmonisiert das Aroma
Salz und Pfeffer – für den Feinschliff
eine Handvoll frischer Koriander – für Frische am Ende
Optional: Mais, Tabasco oder Cayenne für mehr Schärfe – perfekt für alle, die es richtig feurig mögen.
Zubereitung und Varianten
Die Grundzubereitung ist unkompliziert und eignet sich ideal für Anfänger wie für Profis. In der Regel besteht die Zubereitung aus folgenden Schritten: Fleisch anbraten, Gemüse schmoren, Gewürze entfalten lassen, mit Brühe und Tomaten köcheln, Bohnen hinzufügen – fertig.
Doch das wirklich Spannende sind die Variationen. Chili lebt von Experimenten. Hier ein paar beliebte Versionen:
- Texas-Style Chili – Kein Mais, keine Bohnen – nur Fleisch, Chili, Tomaten und Gewürze. Intensiv und rustikal.
- Cincinnati Chili – Griechisch beeinflusst, oft mit Zimt oder Schokolade verfeinert und über Spaghetti serviert.
- Veggie Chili – Mit Linsen, Süßkartoffeln, Tofu oder zusätzlichen Bohnen.
- Smoky BBQ Chili – Mit geräuchertem Paprika, Speck oder Chipotle für eine rauchige Note.
- Chili Cheese – Vor allem in den USA beliebt: serviert mit Cheddar oder mexikanischem Käse.
Hier kannst du kreativ werden – Chili ist ein Gericht ohne Grenzen.
Tipps für das perfekte Chili
- Lange köcheln lassen: Geduld zahlt sich aus – je länger das Chili simmert, desto runder und intensiver werden die Aromen.
- Schärfe kontrollieren: Chili-Pulver variiert stark; lieber langsam steigern, statt zu überwürzen.
- Kakao oder dunkle Schokolade: Eine kleine Prise sorgt für Tiefe und warme Röstaromen – ein echter Geheimtipp.
- Säure und Salz am Ende: Erst nach dem Reduzieren final abschmecken, um die perfekte Balance zu finden.
- Bohnen später hinzufügen: Erst zum Schluss einrühren, damit sie ihre bissfeste Konsistenz behalten.
- Am nächsten Tag genießen: Über Nacht verbindet sich alles noch besser – ideal zum Vorbereiten und Aufwärmen.

Ein Feuerwerk für Gaumen und Stimmung
Chili con Carne ist wie ein musikalischer Drop in der Küche: kräftig, überraschend und genau auf den Punkt. Die Würze kickt, die Schärfe tanzt, und am Ende bleibt dieses wohlig-warme Gefühl. Kein Wunder, dass das Gericht auf allen Kontinenten seine Liebhaber hat. Ein Must-Cook, das sofort gute Laune macht.
Zutaten:
- 500 g Rinderhackfleisch
- 3 EL Pflanzenöl
- 2 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 1 rote Paprika
- 1 TL Chili-Pulver
- 1 TL scharfes Paprikapulver
- 2 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1 TL getrockneter Majoran
- 2 EL Tomatenmark
- 400 g gehackte Tomaten mit Tomatensaft
- 250 g rote Bohnen (abgetropft)
- 500 ml Rinderbrühe
- 1 TL Zucker
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Handvoll frischer Koriander
- Handvoll Maiskörner (optional)
- Tabasco oder Cayennepfeffer für mehr Schärfe (optional)

Nährwerte & Allergene:
- Kalorien: ca. 2470 kcal
- Fett: ca. 173 g
- Kohlenhydrate: ca. 120 g
- Eiweiß: ca. 164 g
- Knoblauch & Zwiebeln: Bei empfindlichen Personen potenziell relevant
- Mais (optional): Kann bei Maisallergie problematisch sein
- Bohnen: Bei Hülsenfruchtallergie beachten
- Chili / Paprika: Scharfes Gewürz kann bei empfindlichen Personen Reizungen verursachen
Zubereitung:
1. Zwiebel halbieren, schälen und in feine Würfel (ca. 5 mm) schneiden. Rote Paprika längs halbieren, Stiel und Kerne entfernen, dann klein würfeln. Knoblauch fein hacken.
2. Eine große Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen, Öl hineingeben, Zwiebelwürfel zugeben und etwa 5 Minuten glasig dünsten, dabei gelegentlich rühren.
3. Knoblauch, Paprika, Chili-Pulver, Paprikapulver und Kreuzkümmel einrühren. Weitere 5 Minuten leicht anbraten.
4. Hitze etwas erhöhen, 500 g Rinderhack dazugeben, zerkleinern und ca. 5 Minuten rundum braun anbraten, dann Tomatenmark zugeben und alles gut vermengen.
5. Gehackte Tomaten, Majoran, Zucker sowie Salz und Pfeffer zugeben, verrühren, aufkochen, Hitze reduzieren und mit Deckel 20 Minuten leicht köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.
6. Falls die Sauce zu dick wird, etwas Wasser dazugeben und darauf achten, dass sie nicht anbrennt.
7. Rote Bohnen abtropfen lassen, unterheben, kurz aufkochen und 10 Minuten leicht köcheln lassen. Anschließend abschmecken und nach Wunsch nachwürzen – für Schärfeliebhaber etwas Tabasco oder Cayennepfeffer hinzufügen. Die Aromen entfalten sich beim Stehenlassen noch intensiver.
8. Pfanne vom Herd nehmen, Deckel auflegen und 10 Minuten stehen lassen, damit sich die Aromen optimal entfalten.
9. Servieren: Koriander waschen, klein hacken und über das Chili streuen. Mit frisch gekochtem Langkornreis anrichten.
Menüvorschlag:
- Aperitif: Margarita – Tequila-Cocktail
- Vorspeise: Jalapeño-Poppers – Gefüllte Jalapeños
- Hauptspeise: Chili con Carne – Bohnen-Hackfleisch-Chili
- Beilage: Tortilla-Chips – Maischips
- Dessert: Mexican Chocolate Brownies – Schokoladenbrownies mit Zimt und Chili
Soundvorschlag:
Ein Trio aus Houston, Texas, das auf den ersten Blick vielleicht schwer auszusprechen ist, aber umso leichter ins Ohr geht: Khruangbin. Laura Lee Ochoa, Mark Speer und DJ Johnson mixen Funk, Soul, Psychedelic und Surf zu einem Sound, der sofort Bilder von endlosen Straßen, warmen Sonnenuntergängen und entspannten Vibes weckt. Ihre Musik ist wie ein Flugticket um die Welt – von Thai-Funk über afghanische Klänge bis hin zu amerikanischem Retro-Soul verschmelzen Einflüsse zu einem unwiderstehlichen, groovigen Ganzen.
Live setzt das Trio noch einen drauf: Minimalistische Bühnenauftritte, manchmal sogar mit Perücken, lenken nicht ab, sondern lassen den hypnotischen Flow von Bass, Gitarre und Breakbeats wirken. Mit jedem Track entführen Khruangbin in eine Art Soundreise, bei der die Musik selbst die Hauptrolle spielt. Kein Genre, das sie einschränkt – nur Musik, die dich träumen, tanzen und in ferne Länder abheben lässt.
5 Songs zum Kochen:
Die Food'n'Bass Playlist:
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