Chicken Adobo – Philippinisches Schmorhähnchen-Rezept
Hauptspeise,  Philippinen,  Asien

Chicken Adobo – Philippinisches Schmorhähnchen

Rezept für philippinisches Schmorhähnchen
Philippinen - Food & Music
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Hauptspeise für 4 Personen
Zubereitungszeit: 45 Minuten + Ruhezeit: min. 20 Minuten
Chicken Adobo: Der Soulfood-Klassiker von den Philippinen

Kaum ein Gericht verkörpert die Seele der philippinischen Küche so sehr wie Chicken Adobo. Duftender Knoblauch, salzig-würzige Sojasauce, feine Säure von Essig und der warme Duft von Lorbeer: Bereits beim Köcheln entfaltet sich ein Aroma, das sofort Fernweh auslöst.

Chicken Adobo gilt nicht ohne Grund als inoffizielles Nationalgericht der Philippinen – ein Rezept, das schlicht beginnt, sich aber in jede Küche elegant einfügt. Mit nur wenigen Zutaten entsteht ein Schmorgericht, das überraschend komplex schmeckt und auf weißen Reis serviert zu einer wahren Geschmacksexplosion wird.

Ursprung und Geschichte

Die Wurzeln von Adobo reichen tief in die vorkoloniale Zeit zurück. Lange bevor die Spanier das heutige Staatsgebiet der Philippinen erreichten, konservierten indigene Gemeinschaften Fleisch und Fisch mithilfe von Essig und Salz – eine clevere Methode, um Lebensmittel im tropischen Klima haltbar zu machen. Dieses frühe Kochverfahren ähnelt bereits dem, was heute als Adobo bekannt ist.

Als die Spanier im 16. Jahrhundert auf die Inseln kamen, begegneten sie dieser Art des Marinierens und Schmoren und nannten sie „adobo“, abgeleitet vom spanischen adobar („einlegen“, „würzen“).

Der Name blieb bestehen, doch die Methode blieb eindeutig philippinisch. Traditionelle Essige aus Kokosnuss, Zuckerrohr oder Palmensaft, Pfefferkörner, viel Knoblauch und lokale Lorbeerarten prägten das Aroma – eine Mischung, die nirgendwo sonst in dieser Form existiert.

Heute existieren unzählige regionale Varianten von Adobo: mit Kokosmilch, mit Kurkuma, mit Chili oder ganz ohne Sojasauce. Jede Familie schwört auf ihr eigenes Rezept, und selbst innerhalb eines Haushalts schmeckt Adobo nie zweimal genau gleich – ein echtes Kulturgut, das ständig weiterlebt.

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Foto: © Foodnbass.com
Wann wird Chicken Adobo gegessen?

Chicken Adobo gehört auf den Philippinen zum Alltag wie Brot und Butter in Europa. Es wird zu jeder Tageszeit gegessen:

  • als sättigendes Mittagessen,
  • als Familiengericht am Wochenende,
  • als Proviant für Reisende und Arbeiter,
  • oder als unkompliziertes Abendessen, das am nächsten Tag sogar noch besser schmeckt.

Durch den hohen Essiganteil bleibt Adobo lange frisch – perfekt für längere Reisen oder Picknicks. Auch bei Feierlichkeiten, Geburtstagen oder großen Familientreffen landet Adobo regelmäßig auf dem Tisch, denn es lässt sich wunderbar vorbereiten und in großen Mengen kochen.

Essig
Foto: © Mateus Andre, Freepik.com
Die Hauptzutaten

Ein authentisches philippinisches Chicken Adobo braucht nicht viele Zutaten – entscheidend ist die Qualität und das harmonische Zusammenspiel der Aromen:

  • Hähnchenbrust-Filets – zart, saftig und ideal zum Schmoren
  • Knoblauch – sorgt für Tiefe, Würze und den unverwechselbaren Adobo-Duft
  • Sojasauce – bringt Salz, Umami und eine dunkle, reichhaltige Farbe
  • Weißweinessig – unverzichtbar für die typische, angenehm säuerliche Note
  • Lorbeerblätter – geben der Sauce ihr warmes, erdiges Aroma
  • Pflanzenöl – für das Anbraten und den ersten Geschmackskick
  • Zwiebeln – bilden die aromatische Basis und runden die Sauce ab
  • Wasser – sorgt für die perfekte Konsistenz beim Schmoren
  • Brauner Zucker – balanciert Essig und Sojasauce mit feiner Süße
  • Schwarze Pfefferkörner – liefern milden Schärfekick und Tiefe
  • Frühlingszwiebeln – frisches, würziges Topping für den finalen Geschmack
Zubereitung & Varianten

Die Zubereitung beginnt fast immer gleich: Das Hähnchen wird in einer Mischung aus Sojasauce, Essig, Knoblauch, Lorbeer und Pfefferkörnern mariniert, anschließend kurz angebraten und dann gegart. Dabei reduziert sich der Mix zu einer tiefen, glänzenden Sauce, die das Fleisch zart und intensiv würzig macht.

Beliebte Varianten:

  • Adobo sa Gata
    Eine cremige Version aus Bicol, bei der Kokosmilch hinzugefügt wird – reichhaltig, weich und leicht süßlich.

  • Adobong Puti
    Die ursprüngliche Form ganz ohne Sojasauce, gewürzt nur mit Essig, Salz, Knoblauch und Pfeffer. Mild, klar und aromatisch.

  • Adobong Dilaw
    Mit Kurkuma verfeinert – goldgelb und erdig im Geschmack, besonders beliebt in Batangas und den Visayas.

  • Fusion-Versionen
    In modernen Küchen findet man Chicken Adobo mit Ananas, Kartoffeln, Chili, oder sogar gebraten, tiefgebacken oder gegrillt für knusprige Ränder.

Wie Adobo serviert wird:

Traditionell landet Chicken Adobo ganz schlicht auf einem Berg frisch gedämpften Jasminreises. Die Frühlingszwiebeln geben dem Gericht einen frischen Kontrast – und wer mag, verfeinert mit ein paar Tropfen Limette.

Tipps für ein perfektes Chicken Adobo
  • Nicht rühren, bevor der Essig kurz aufgekocht hat.
    Traditioneller Küchenkniff, der verhindert, dass das Gericht einen unangenehm „scharfen“ Essiggeschmack bekommt.

  • Am besten schmeckt es am nächsten Tag.
    Beim Ruhen verbinden sich alle Aromen intensiver – ideal zum Vorbereiten.

  • Mit der Flüssigkeitsmenge spielen.
    Lust auf viel Sauce? Weniger reduzieren. Lieber etwas trockener und kräftiger? Länger einkochen lassen.

  • Lorbeerblätter nicht vergessen.
    Sie geben Tiefe und eine leicht herbe Note – ein echtes Muss.

  • Perfekt für Meal Prep.
    Chicken Adobo hält sich mehrere Tage im Kühlschrank und wird nur aromatischer.

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Foto: © Foodnbass.com
Schlicht im Rezept, groß im Geschmack

Vom ersten Bissen an: Diese Kombination aus Knoblauch, Essig und Sojasauce sorgt für einen Geschmackskick, der Lust auf mehr macht. Einfach in der Zubereitung, aber mit Wow-Effekt auf dem Teller, passt es zu jedem Anlass: schnelles Abendessen, Familienfest oder Meal Prep für die ganze Woche. Wer einmal das zarte, würzige Fleisch in seiner glänzenden Sauce probiert hat, versteht sofort, warum dieses Gericht zu den bekanntesten Schätzen der philippinischen Küche zählt. Abenteuer für den Gaumen, direkt aus dem Kochtopf!

Zutaten:
Chicken Adobo – Philippinisches Schmorhähnchen-Zutaten
Foto: © Foodnbass.com
Nährwerte & Allergene:
Zubereitung:

Zubereitung der Marinade (Zutaten Marinade):

1. Hähnchenbrustfilets, jeweils in 2 Hälften schneiden und zusammen mit Knoblauch, Sojasauce, Weißweinessig, Lorbeerblättern und Salz in eine große Schüssel geben. Alles gut vermengen, abdecken und mindestens 20 Minuten, besser bis über Nacht, im Kühlschrank marinieren lassen.

Fertigstellung (Zutaten Fertigstellung):

2. 1 EL Pflanzenöl in einem Wok oder einer großen Pfanne bei hoher Hitze erhitzen. Hähnchen aus der Marinade nehmen (Marinade aufbewahren) und in die Pfanne legen. Jede Seite etwa 1 Minute anbraten, bis sie goldbraun ist. Hähnchen noch nicht vollständig durchgaren. Anschließend aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.

3. Restliches Öl in derselben Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch hinzufügen und ca. 2 Minuten anschwitzen, bis sie leicht Farbe annehmen.

4. Die aufbewahrte Marinade, Wasser, braunen Zucker und schwarze Pfefferkörner in die Pfanne geben. Alles aufkochen, dann die Hitze auf mittelhoch reduzieren. Ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen.

5. Hähnchen mit der glatten Seite nach unten in die Pfanne legen. Unbedeckt 20–25 Minuten köcheln lassen, zwischendurch nach etwa 15 Minuten einmal wenden. Die Sauce sollte zu einem dickflüssigen, sirupartigen Glanz reduziert werden.

6. Wenn die Sauce noch nicht dick genug ist, Hähnchen auf einen Teller nehmen und die Sauce allein weiterköcheln lassen, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht. Danach Hähnchen wieder in die Pfanne geben und in der Sauce wenden, bis alles gut überzogen ist.

7. Das fertige Chicken Adobo in der Sauce wenden und mit Frühlingszwiebeln garnieren, heiß zusammen mit Reis servieren.

Menüvorschlag:
Soundvorschlag:

Kiana Valenciano hat sich in den letzten Jahren künstlerisch und persönlich neu gefunden. Mit ihrer Musik verbindet sie R&B, Pop und Neo-Soul auf eine klare, zeitgemäße Weise, die sowohl emotional als auch zugänglich ist. Songs wie Dare You spiegeln dabei ihre persönliche Entwicklung wider: vom Erwachsenwerden über Herausforderungen beim Umzug von den Philippinen nach Los Angeles bis hin zu den Erkenntnissen, die das Leben in den Dreißigern mit sich bringt. Ihre Stimme bleibt dabei stets authentisch, zwischen gefühlvollen Passagen und kraftvolleren Momenten, die ihre Geschichten direkt vermitteln.

In ihrer aktuellen Phase geht es Kiana um Wachstum, Selbstakzeptanz und das Ausprobieren neuer Wege – sowohl musikalisch als auch visuell. Sie arbeitet eng mit einer kreativen Community zusammen, entdeckt ihre musikalische Identität immer wieder neu und nutzt jede Erfahrung, um ihre Songs lebendig und nahbar zu gestalten. Kiana Valenciano ist damit ein Beispiel dafür, wie philippinische Künstlerinnen den globalen R&B bereichern und dabei persönliche Geschichten mit universeller Wirkung erzählen.

5 Songs zum Kochen:
Die Food'n'bass Playlist:

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