
So gelingt Pizza im Backofen
Pizza im Backofen: Die besten Tipps für perfekte Ergebnisse
Pizza gehört zu den beliebtesten Gerichten weltweit – und das nicht ohne Grund. Knuspriger Boden, saftiger Belag und geschmolzener Käse machen sie zu einem echten Wohlfühlessen. Viele glauben jedoch, dass man für eine richtig gute Pizza zwingend einen Pizzaofen oder einen Holzofen benötigt. Die gute Nachricht: Eine hervorragende Pizza gelingt auch im ganz normalen Haushaltsbackofen, wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet.
In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du Pizza im Backofen perfekt zubereitest, welches Zubehör sinnvoll ist, welche Pizzaplatten es gibt, worauf es beim Teig ankommt und wie die einzelnen Etappen der Zubereitung aussehen.
Warum Pizza im Backofen hervorragend funktioniert
Auch wenn ein Pizzaofen Temperaturen von 400 °C und mehr erreicht, lassen sich im Haushaltsbackofen bei 240–270 °C sehr gute Ergebnisse erzielen. Entscheidend sind:
das richtige Vorheizen
die passende Backunterlage
ein gut gereifter Pizzateig
die richtige Balance bei der Garnitur
Mit diesen Faktoren kommt deine Pizza dem Pizzeria-Erlebnis erstaunlich nahe.

Welches Zubehör braucht man für Pizza aus dem Backofen?
Für eine gelungene Pizza brauchst du kein Profi-Equipment, aber einige Hilfsmittel machen einen großen Unterschied:
Grundausstattung
Backofen (Ober-/Unterhitze oder Umluft)
Backblech, Pizzaplatte oder Gitter
Backpapier
Teigschaber oder Teigkarte
Pizzaschaufel (optional, aber sehr praktisch)
Optionales Profi-Zubehör
Pizzastein / feuerfeste Platte
perforierte Pizzaplatte
Pizzamesser oder Wiegemesser
Küchenthermometer

Pizzaplatten & Backunterlagen – welche Unterschiede gibt es?
1. Pizzaplatte aus Metall
Oft perforiert, damit Hitze direkt an den Teig gelangt
Ideal für knusprige Böden
Leicht zu handhaben und für Haushaltsöfen perfekt geeignet
Fazit: Beste Wahl für die meisten Hobbybäcker.
2. Pizzastein / feuerfeste Platte
Speichert sehr viel Hitze
Simuliert einen Holzofen
Muss mindestens 30 Minuten vorgeheizt werden
Fazit: Hervorragend für Pizza Napoletana, aber etwas Übung nötig.
3. Backblech
Universell und einfach
Weniger direkte Hitze von unten
Fazit: Gut für Pizza „Teglia“ oder dickere, amerikanische Pizzen.
4. Grillrost
Sehr gute Luftzirkulation
Vorsicht bei sehr dünnem Teig
Fazit: Für erfahrene Pizzabäcker geeignet.
5. Airfryer
Nur für Mini-Pizzen
Schnelle Zubereitung
Fazit: Praktisch für Einzelportionen, kein Ersatz für den Ofen.

Der Pizzateig – das Herzstück jeder Pizza
Die richtigen Zutaten
Mehl: Typ 00 (italienisch) oder T55
Wasser: lauwarm
Hefe: frisch oder trocken
Salz
Olivenöl
Warum Ruhezeit so wichtig ist
Ein guter Pizzateig braucht Zeit. Mindestens 4 Stunden, besser 24–72 Stunden. In dieser Zeit:
entwickelt sich Geschmack
bildet sich ein stabiles Glutennetz
entstehen Luftblasen für einen lockeren Rand
Dünn oder dick?
Pizza Napoletana: sehr dünn, luftig am Rand
Amerikanische Pizza: dicker Boden, weich und sättigend
Die Etappen der Pizzazubereitung im Backofen
1. Teig vorbereiten
Teig kneten
Ruhen lassen
In Portionen teilen
Sanft ausziehen (nicht rollen)
Wichtig:
Nach dem Ausziehen den Teig direkt auf die bemehlte Pizzaschaufel legen. Erst dann belegen, da der Teig sonst auf der Arbeitsfläche kleben bleibt und sich nicht mehr problemlos in den Ofen schieben lässt.
2. Ofen richtig vorheizen
20–30 Minuten
240–250 °C (bei Umluft 220–240 °C)
Pizzaplatte oder Stein mit vorheizen
👉 Das Vorheizen ist entscheidend für einen knusprigen Boden.
3. Belegen – weniger ist mehr
Dünne Schicht Sauce
Gut abgetropfter Mozzarella
Feuchte Zutaten ggf. vorgaren
4. Backen
Dünne Pizza: 7–10 Minuten bei 240–250 °C
Dicke Pizza: 15–20 Minuten bei 220 °C
Pizza möglichst unten im Ofen platzieren
5. Kurze Ruhezeit
Nach dem Backen 1–2 Minuten ruhen lassen, damit sich:
der Käse setzt
der Boden stabil bleibt
Worauf sollte man besonders achten?
Sauce immer kalt auf den Teig geben
Heiße oder warme Tomatensauce aktiviert die Hefe erneut und macht den Boden weich.Sauce nicht bis ganz an den Rand streichen
Ein freier Rand sorgt für einen luftigen, knusprigen Pizzarand.Teig nicht mit dem Nudelholz ausrollen
Dadurch werden die Luftblasen zerstört. Besser: mit den Fingerspitzen von innen nach außen drücken.Backunterlage immer mit vorheizen
Egal ob Pizzastein, Metallplatte oder Blech – nur so bekommt der Boden sofort Hitze.
Mehlreste vom Teig entfernen
Zu viel Mehl unter der Pizza verbrennt im Ofen und gibt einen bitteren Geschmack.Mozzarella in Stücken statt gerieben verwenden
Geriebener Mozzarella enthält oft Stärke und Wasser – das verhindert schönes Schmelzen.Fior di Latte statt Büffelmozzarella verwenden
Büffelmozzarella enthält deutlich mehr Feuchtigkeit und sollte nur sehr sparsam eingesetzt werden.Feuchte Zutaten vorher garen oder abtropfen lassen
Pilze, Zucchini, Auberginen oder Spinat sollten kurz angebraten oder vorgegart werden.Öl sparsam einsetzen
Ein paar Tropfen Olivenöl nach dem Backen sind besser als viel Öl vor dem Backen.Frische Kräuter immer erst nach dem Backen hinzufügen
Basilikum, Rucola oder Oregano verbrennen schnell im Ofen.

Pizza im Backofen – einfach, vielseitig und unglaublich lecker
Eine perfekte Pizza braucht keinen Profi-Ofen, sondern Wissen, Geduld und die richtigen Handgriffe. Wenn du deinen Backofen richtig nutzt, den Teig gut reifen lässt und auf die Balance zwischen Hitze, Belag und Backunterlage achtest, steht der Pizza wie aus der Pizzeria nichts mehr im Weg.
Egal ob Margherita, vegetarisch, Bianca oder sogar süß – Pizza aus dem Backofen ist echtes Soulfood, das jeder meistern kann.
* Titelbild: Foto: © Horizon Content, Pexels.com
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