
Luiza
Bio- und Diskografie von Luiza

Musikrichtung: Pop, Indie-Pop, Dub
- Herkunftsort: Rennes (Frankreich)
- Nationalität: Frankreich
- Musikkarriere: seit 2019
- Offiziele Website: https://www.facebook.com/LUIZAMUSICOFFICIAL/
Biografie:
Luiza: Die Stimme, die den Winter vertreibt
Wie bekommt man das ganze Jahr über eine Überdosis Vitamin D, ohne den ökologischen Fußabdruck zu ruinieren? Die Antwort ist simpel: Kopfhörer auf und Luiza hören. Nachdem die französisch-brasilianische Künstlerin im letzten Jahr mit ihrem Sound die Festivals erobert hat, ist sie auch 2026 die Antwort auf graue Tage. Mit einer Prise Amazonien, einem Hauch Pariser Underground und einer unbändigen positiven Energie hat sie ein Genre geprägt, das gekommen ist, um zu bleiben.

Sound im Blut: Von der Bretagne nach Brasilien
Stellt euch ein Kinderzimmer vor, in dem Jazz-Improvisationen auf brasilianisches Lebensgefühl treffen. Genau dort beginnt die Geschichte von Luiza Fernandes Viana. 1995 in Rennes geboren, war Kreativität für sie nie ein Hobby, sondern Sauerstoff.
Mit einer brasilianischen Tänzerin als Mutter und einem französischen Jazz-Kontrabassisten als Vater war die DNA für ihren heutigen Sound praktisch schon vorprogrammiert.
In einem Alltag zwischen der rauen bretonischen Natur und den Rhythmen Südamerikas griff Luiza schon früh nach allem, was Saiten oder Tasten hatte: Harfe, Klavier, Gitarre. Doch die wahre Basis legte sie mit gerade einmal sieben Jahren.
Während andere Kids draußen spielten, feilte sie im Konservatorium von Rennes an ihrem lyrischen Gesang. Diese klassische Drillschule ist heute ihr größter Joker. Sie gibt ihr die musikalische Souveränität, Harmonien völlig frei zu jonglieren und Genres so mühelos zu mixen, als gäbe es keine Grenzen.
Dschungel-Vibes und Bühnen-Crash: Der Sprung ins Unbekannte
Acht Jahre harte Arbeit am Konservatorium waren genug – Luiza tauschte die Notenblätter gegen den Reisepass. Getrieben von Fernweh zog es sie tief in den Amazonas, um die Wurzeln ihrer brasilianischen Seite nicht nur zu hören, sondern zu spüren. Doch die Reise war erst der Anfang. Mit 18 hieß das nächste Ziel La Réunion. An der dortigen Kunsthochschule tauchte sie in die Welt der Dokumentarfotografie ein, doch die Musik blieb ihr ungezähmter Begleiter.
Dass Luiza kein Typ für „bitte warten“ ist, bewies sie bei einem Konzert der Regie-Ikone Emir Kusturica. Anstatt brav im Publikum zu klatschen, stürmte sie ohne Einladung die Bühne, schnappte sich das Mikrofon und sang sich mitten ins Rampenlicht. Diese charmante Portion Unverschämtheit sollte ihr Leben verändern: In diesem Moment der totalen Freiheit beeindruckte sie nicht nur die Crowd, sondern traf auch auf ihren heutigen Produzenten. Ein musikalischer Überfall, der den Startschuss für alles Weitere gab.
Bass trifft Chanson: Eroberung der Pariser Nacht
Endstation Paris? Von wegen. Zurück in der französischen Metropole begann für Luiza das große musikalische Puzzlespiel. Anstatt sich in eine Schublade stecken zu lassen, vernetzte sie sich tief im Electro-Underground und wurde schnell zur Geheimwaffe für Produzenten mit Visionen.
Wer die Szene beobachtet hat, kam an ihrer Stimme nicht vorbei: Auf Fakears Track „Rituals“ lieferte sie die spirituellen Vibes, während sie gemeinsam mit der Dub-Formation Mahom bewies, wie sexy tiefe Bässe und Nostalgie harmonieren können.
Ihre Neuinterpretation von Françoise Hardys Kult-Klassiker „Le temps de l’amour“ schlug Wellen weit über die Pariser Stadtgrenzen hinaus – ein echtes Liebhaberstück für alle, die französisches Erbe gern durch ein modernes Soundsystem jagen.
Spätestens 2024, als sie mit dem Globetrotter-Produzenten iZem und der brasilianischen Powerfrau Flavia Coelho den Track „Sua Pele“ droppte, war das Urteil der Musikwelt einstimmig: Diese Stimme brennt sich ein und bleibt im Kopf. Luiza hatte ihren Platz zwischen den Welten gefunden.

Low-Fi-Vibes, High-End-Erfolg: Der „Soleil Bleu“-Hype
Rückblickend war der Sommer 2025 der Moment, in dem die Luiza-Welle endgültig übergeschwappt ist. Und die Story dahinter ist so herrlich unprätentiös, wie Popmusik nur sein kann: Die Lyrics zu ihrem Megahit „Soleil Bleu“ entstanden skizzenhaft in der Pariser S-Bahn (RER). Aufgenommen wurde das Ganze schließlich auf einer Bettkante im Schlafzimmer von Antonin Parmentier, mit nichts weiter als einem geliehenen Mikrofon. Was eigentlich nur als kleiner Freundschaftsdienst für das Duo Bleu Soleil gedacht war, mutierte über Nacht zum viralen Giganten.
Vom Schlafzimmer direkt an die Spitze der Streaming-Charts und in die Heavy Rotation der Sommer-Playlists – diese organische Authentizität ist Luizas Markenzeichen. Wer tiefer graben will, landet unweigerlich bei ihrer EP „Fantastik“, die nun schon seit über einem Jahr die französischen Playlisten dominiert und zeigt, dass sie kein One-Hit-Wonder ist:
„Demain demain“: Eine tiefenentspannte, sonnige Cumbia-Version der Fabulous Trobadors.
„Oxalá“: Hier knallen trockene Baile-Funk-Rhythmen auf ultra-frische Beats.
„Chica“: Ein lateinamerikanischer Liebesbrief, der mit so viel Pop-Appeal um die Ecke kommt, dass man gar nicht anders kann, als die Lautstärke aufzudrehen.

Eine Sonne, die niemals untergeht
Heute, im Jahr 2026, ist längst klar: Luiza ist kein kurzes Flackern am Pop-Himmel, sondern ein echtes Kraftwerk. Sie hat das „One-Hit-Wonder“-Label schneller abgeschüttelt, als man „Tropical“ sagen kann.
In enger Zusammenarbeit mit Visionären wie Louis Thomas (Ladaniva) hat sie bewiesen, dass ihr hybrider Mix aus Dub, Pop und globalen Vibes eine universelle Sprache spricht, die überall verstanden wird – vom Pariser Underground-Club bis zu den riesigen Mainstages der großen Sommerfestivals.
Was Luiza so besonders macht? Es ist diese fast schon greifbare, ansteckende Freude, die durch jeden Beat vibriert. Sie ist eine Brückenbauerin, die Welten vereint und uns daran erinnert, dass Musik keine Grenzen kennt. Wer sie einmal live erlebt hat, weiß, dass man sich ihrer Energie nicht entziehen kann. Wer ihren „Électro-Pop Tropical“ auflegt, bucht ein One-Way-Ticket in den Sommer. Mit Luiza im Ohr tanzen wir unweigerlich unter einer Sonne, die niemals untergeht. Viva Luiza!
* Titelbild: Foto: © Ilan Brakha
Diskografie:
Khoe Wa & Luiza:
2020
Nadjilo EP
Luiza:
2025
Fantastik EP
5 Songs:
Die Food'n'bass Playlist:
YouTube
Spotify
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