Flamiche neu
Hauptspeise,  Frankreich,  Europa

Flamiche aux poireaux – Pikardische Lauchtarte

Rezept für Pikardische Lauchtarte
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Hauptspeise für 6 Personen
Zubereitungszeit: 30 Minuten + Ruhezeit: min. 20 Minuten
Flamiche aux poireaux: Wenn zarter Lauch auf knusprigen Teig trifft

Französische Hausmannskost hat viele Schätze – einer davon ist die Flamiche aux poireaux, auch als pikardische Lauchtarte bekannt. Cremig, herzhaft und herrlich einfach: Dieses traditionelle Gericht aus Nordfrankreich vereint butterzarten Lauch, sahnige Füllung und knusprigen Teig zu einer rustikalen Spezialität, die sofort nach französischem Bistro-Flair duftet.

Perfekt als herzhaftes Mittagessen, leckere Abendmahlzeit oder wärmender Genuss an kalten Tagen – Flamiche aux poireaux ist ein Gericht, das regional tief verwurzelt ist und gleichzeitig zeitlos bleibt.

Ursprung und Geschichte

Die Flamiche gehört zu den ältesten kulinarischen Traditionen der Regionen Picardie, Nord-Pas-de-Calais und Teilen Belgiens.

Ursprünglich handelte es sich um eine einfache bäuerliche Tarte, die mit regionalen Zutaten zubereitet wurde. Was heute als Flamiche aux poireaux bekannt ist, entwickelte sich aus den lokalen Gemüse- und Milchprodukten, die in der Picardie reichlich vorhanden waren und sind.

 Der Name „Flamiche“ stammt vermutlich vom flämischen Flamike, was „flambierter Teigfladen“ bedeutet – ein Hinweis auf die Flammen des Backofens, ähnlich wie bei der elsässischen Flammekueche. Erste Formen des Gerichts tauchten bereits im Mittelalter auf: einfache Brotteig-Fladen, die mit Butter bestrichen und manchmal mit altem Käse gefüllt waren.

Mit der Zeit verwandelte sich diese einfachen Fladen in eine herzhafte Tarte, je nach Region gefüllt mit Kürbis, Sauerampfer oder Zwiebeln. Wann sie in der Picardie mit Lauch gefüllt wurde, ist nicht genau bekannt. Fest steht, dass die Santerre, eine Region mit intensivem Lauchanbau, als wahrscheinlicher Ursprung gilt.

In der picardischen Sprache wird das Gericht bis heute flamiche à poérion genannt. Neben der klassischen Lauchtarte existieren regionale Varianten wie die Flamiche samarienne, die zusätzlich mit frischem Lachs oder Speck zubereitet wird.

Flamiche aux poireaux – Pikardische Lauchtarte-Lifestyle1
Foto: © Foodnbass.com
Wann wird Flamiche aux poireaux gegessen?

Flamiche aux poireaux ist ein echter Allrounder. Serviert wird sie:

  • als Vorspeise in traditionellen Restaurants

  • als Hauptgericht zu einem knackigen Salat

  • zum Mittagessen an Markttagen

  • im Winter als wärmende, cremige Mahlzeit

Besonders beliebt ist sie in der kühleren Jahreszeit, wenn Lauch Saison hat und seine volle Süße entfaltet. In vielen Regionen gilt sie als klassisches Wohlfühlgericht, das Generationen verbindet.

Lauch
Foto: © Toa Heftiba Şinca, Pexels.com
Die Hauptzutaten

Für eine authentische pikardische Lauchtarte reichen wenige, aber sorgfältig ausgewählte Zutaten:

Teig:

  • Mürbeteig – bildet die stabile, knusprige Basis der Tarte.

Lauchfüllung:

  • Lauch – das Herzstück der Tarte, geschmort für mild-süßen, aromatischen Geschmack.

  • Butter – sorgt für Cremigkeit und eine feine, nussige Note.

  • Mehl – bindet die cremige Füllung leicht.

  • Flüssige Sahne – macht die Füllung samtig und reichhaltig.

  • Ei & Eigelb – geben Struktur und Glanz.

  • Muskatnuss – verleiht der Füllung die charakteristische, warme Würze.

  • Salz & Pfeffer – runden die Aromen ab und heben den natürlichen Geschmack hervor.

Zubereitung & Varianten

Bei der klassischen Zubereitung wird zuerst ein mürber Teig geknetet und blind vorgebacken, während der Lauch sanft in Butter schmort. Mit Mehl und Sahne entsteht eine cremige Mischung, die später durch Ei gebunden wird. Anschließend alles in die Tarteform geben und goldbraun backen – fertig ist die herzhafte Spezialität.

Beliebte Varianten:

  • Mit Käse:
    In manchen Regionen wird ein milder Käse wie Emmentaler oder ein kräftiger regionaler Käse hinzugefügt – ideal für eine würzigere Note.
  • Mit Lachs:
    Angelehnt an die Flamiche samarienne wird frischer Lachs in Würfeln unter die Lauchfüllung gemischt.
  • Mit Blätterteig:
    Für eine schnellere Version greifen manche Köche zu Blätterteig statt Mürbeteig – leichter, knuspriger, moderner.
  • Vegetarisch & leichter:
    Statt Sahne kann Crème fraîche oder eine Mischung aus Sahne und Milch verwendet werden, um die Tarte etwas leichter zu machen.
Tipps für das perfekte Ergebnis
  • Lauch richtig vorbereiten:
    Gut waschen! Lauch sammelt viel Erde zwischen den Schichten.
  • Lange schmoren lassen:
    Butterzart wird die Füllung, wenn der Lauch langsam bei niedriger Hitze gart.
  • Teig schön mürbe halten:
    Butter muss kalt sein – so bleibt der Teig knusprig.
  • Nicht zu viel Flüssigkeit:
    Die Füllung sollte cremig sein, nicht flüssig, damit die Tarte beim Anschneiden hält.
  • Aromatische Extras:
    Ein Hauch Muskat oder weißer Pfeffer passt hervorragend.
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Foto: © Foodnbass.com
Herzhafte Lauchpower aus der Picardie

Ein Stück Picardie auf dem Teller: Zart geschmorter Lauch, der seine natürliche Süße entfaltet, trifft auf samtige Sahne und knusprigen Teig. Diese Flamiche aux poireaux verschmilzt zu einer Tarte voller intensiver Lauch-Aromen, die rustikal wirkt, dabei aber elegant bleibt. Perfekt für alle, die französische Küche lieben, bei der der Lauch richtig glänzen darf.

Zutaten:
Flamiche aux poireaux – Pikardische Lauchtarte-zutaten
Foto: © Foodnbass.com
Nährwerte & Allergene:
Zubereitung:

Zubereitung des Mürbeteigs (Zutaten Mürbeteig):

1. Das Mehl in eine große Schüssel sieben oder direkt auf die saubere Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen.

2. In die Mulde das Salz, das Eigelb, das eiskalte Wasser und die kalte Butter in kleinen Würfeln geben.

3. Alles mit den Fingerspitzen vermengen und dabei nach und nach das Mehl von außen einarbeiten. Wer mag, kann auch die Küchenmaschine benutzen.

4. Den Teig nur ganz kurz zusammendrücken – er soll gerade so eine gleichmäßige Masse ergeben. Nicht zu viel kneten, sonst wird er später nicht mürbe.

5. Den Teig zu einer flachen Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen. So wird er fester und lässt sich besser weiterverarbeiten.

Zubereitung der Lauchfüllung (Zutaten Lauchfüllung):

6. Den Lauch gründlich waschen und den weißen Teil mit etwas Grün behalten. In etwa 4 Stücke schneiden und anschließend in ca. 1 cm feine Streifen schneiden.

7. In einem großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen. Den Lauch hineingeben und 10 Minuten kochen. Anschließend in einem Sieb gut abtropfen lassen.

8. In einer großen Pfanne 10 g Butter schmelzen. Den Lauch hinzufügen, salzen, pfeffern und bei niedriger Hitze mit geschlossenem Deckel etwa 1 Stunde langsam schmoren lassen. Zwischendurch einmal umrühren.

9. In einem kleinen Topf 15 g Butter schmelzen und das Mehl einrühren. Kurz anschwitzen, bis eine helle Mehlschwitze entsteht. Die Sahne hinzufügen, eine Prise Muskat einrühren und alles einmal aufkochen lassen.

10. Die Sahnesauce durch ein feines Sieb direkt über den geschmorten Lauch gießen. Vom Herd nehmen, das Eigelb einrühren und gut vermischen.

11. Eine Tarteform großzügig mit Butter ausstreichen. Den Mürbeteig in zwei Portionen ausrollen — eine etwas größer und dicker zum Auskleiden. Den Teig in die Form legen und rundherum etwa 1 cm überstehen lassen.

12. Die Lauchmasse gleichmäßig auf dem Teig verteilen.

13. Die zweite Teigplatte als Deckel auflegen, die Ränder nach innen einschlagen und leicht eindrehen, sodass ein gedrehter Rand entsteht. Die Tarte 5 Minuten kühl stellen.

14. Die Oberfläche großzügig mit dem verquirlten Ei bepinseln.

15. Bei 180 °C im vorgeheizten Ofen 40 Minuten goldbraun backen. Vor dem Servieren leicht abkühlen lassen.

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