
El Gafla
Bio- und Diskografie von El Gafla


Musikrichtung: Französische Chansons, Rock, Raï, Chaâbi, Roma-Musik
- Herkunftsort: Paris (Frankreich) & Algier (Algerien)
- Nationalität: Frankreich, Algerien
- Musikkarriere: Seit 2002
- Offiziele Website: http://karimelgafla.free.fr/
Biografie:
Zwischen Rock & Raï: El Gafla bringt Nordafrika nach Europa
Die Geschichte von El Gafla beginnt in den Arbeiterbezirken von Algier, wo Karim Chaya, der kreative Kopf des Projekts, seine erste Gitarre aus einem Ölkanister, einem Besenstiel und Angelschnüren selbst baut. Inmitten schwieriger sozialer Verhältnisse und der Abwesenheit kultureller Angebote, entwickelt er eine Leidenschaft für die Musik, die ihn durch sein Leben begleiten wird.
Als Sohn eines Arbeiters lebt Karim in einer Umgebung, die von Armut und sozialer Ungerechtigkeit geprägt ist. Schon früh beginnt er, sich mit den Themen Korruption, autoritären Regimen, Armut und der ungleichen Verteilung von Reichtum auseinanderzusetzen.

Vom Hügel zur Karawane
Ein prägendes Erlebnis in seiner Jugend ist, als er eines Abends in einem wohlhabenden Viertel von Algier von einem Konzert abgewiesen wird. Von einem Hügel aus beobachtet er dennoch die Aufführung – ein Erlebnis, das sein Leben verändern sollte.
Karim ist fasziniert von der „Macht der Musik“ und erkennt, dass Musik eine „friedliche Waffe“ ist, die Freiheit, Weltoffenheit und Freude vermittelt.
In dieser Zeit findet er auch seine Bewunderung für die Touareg, deren nomadische Kultur ihn inspiriert. In Erinnerung an diese Lebensweise benennt er seine Band El Gafla, was auf Arabisch „die Karawane“ bedeutet.
Von Marseille nach Paris – Ein steiniger Weg
Im Alter von 21 Jahren zieht Karim nach Marseille, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, das sich jedoch anders als erhofft entwickelt. Ohne Arbeit und in prekären Verhältnissen lebt er zunächst in Rom, wo er Opfer von Rassismus wird. Schließlich landet er in Paris, lebt zunächst in der Illegalität, macht verschiedene Gelegenheitsjobs und lebt ein Leben als Vagabund.
In den Straßen und auf den Terrassen von Paris nimmt er seine Gitarre und findet zu einer Vielzahl von Künstlern und Musikern, darunter Manu Chao, mit dem er seine Ansichten über Musik und Freiheit teilt. Gemeinsam nehmen sie den Song „Clandestino“ auf, den sie in Arabisch und Spanisch performen.
Die Geburt von El Gafla
Im Jahr 2002 gründet Karim El Gafla, eine Gruppe aus sieben Musikern mit breit gefächerten Musikstilen:
Karim Chaya (Gesang, Gitarre, Texte), Julien Pestre (Gitarre), Thibaut Guériaux (Cajón, Schlagzeug, Congas, Darbuka), Jean Rollet-Gérard (Bass), Simon Clavel (Schlagzeug), Christophe Touzalin (Trompete) und Kayou (Saxophon).
Ihre Musik kombiniert Elemente aus Rock, afrikanischen, orientalischen und lateinamerikanischen Musikstilen und schafft so eine einzigartige, vielseitige Mischung.

Paris-Casbah“ – Der erste große Erfolg
2006 veröffentlicht die Band ihr erstes Album „Paris-Casbah“, das sowohl in Frankreich als auch international positive Resonanz erfährt. In den folgenden Jahren spielt El Gafla zahlreiche Konzerte, sowohl in Europa als auch in Ländern wie Kasachstan und Katar. Der Höhepunkt ihrer Karriere erfolgt 2009, als sie in Algerien auftreten und dort die Herzen der Menschen erobern.
Salam à toi“ – Eine Botschaft von Frieden und Hoffnung
Ihr zweites Album „Salam à toi“ (2012) ist das Resultat einer tiefen musikalischen und kulturellen Reise und trägt die Themen Frieden und Hoffnung. Die poetischen Texte von Karim Chaya, kombiniert mit mitreißenden Melodien, bilden eine perfekte Alchemie, die das Publikum zu begeistern weiß. Ihre Musik erinnert an Bands wie Zebda, Mano Negra und Les Négresses Vertes, mit einem einzigartigen Sound, der Elemente aus der algerischen Volksmusik, der Zigeunermusik und dem französischen Bal Musette miteinander verbindet.

Musik ohne Grenzen – El Gafla als Spiegel der Welt
El Gafla lebt ihre Musik als „Karawane des Wüstensands“, ein Spiegelbild ihrer Herkunft und ihrer Reise durch die Kulturen der Welt.
Die Band feiert das Leben, den Tanz und die Lebensfreude, jedoch auch die tiefgründigen Themen wie die politische Situation in Algerien, die sozialen Probleme und die Rebellion gegen das Unrecht.
Ihre energiegeladene Musik ist ein Aufruf zur Solidarität, zum Austausch und zur Freiheit, wobei ihre Konzerte nicht nur musikalische Erlebnisse, sondern auch kulturelle Feierlichkeiten sind.
* Titelbild: Foto: © Marc Bentégeat
Diskografie:
2006
Pa/Ris-Casbah
2011
5 Titres EP
2012
Salam à toi
5 Songs:
Die Food'n'Bass Playlist:
YouTube
Spotify
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