
Azmari

Musikrichtung: Jazz, Afrobeat, Funk & Dub
- Herkunftsort: Brüssel (Belgien)
- Nationalität: Belgien
- Musikkarriere: Seit 2015
- Offiziele Website: https://www.azmari.be/
Biografie:
Im Herzen Brüssels gegründet, hat sich die belgische Jazz-Gruppe Azmari seit 2015 als Vorreiter eines genreübergreifenden Sounds etabliert. Die sechs talentierten Musiker verschmelzen komplexe Jazz-Texturen mit orientalischen Einflüssen, hypnotisierenden Ethio-Grooves, düsterem Dark Funk und mitreißenden Dub-Beats zu einem einzigartigen Klangerlebnis.
Inspiriert von Größen wie Okay Temiz, Heliocentrics, Whitefield Brothers, Surprise Chef, Antibalas und Sons of Kemet, überschreiten sie bewusst traditionelle Musikgrenzen. Oft im Van quer durch ganz Europa unterwegs, sammeln sie unterwegs Eindrücke und musikalische Impulse, die ihren unverwechselbaren Sound stetig weiterentwickeln.

Das erste Album – „Ekera“ als Klangreise in eine andere Welt
2019 veröffentlichten Azmari ihre Debüt-EP „Ekera“ über das belgische Label Sdban Ultra. Der Titel, der übersetzt „die andere Welt“ bedeutet, spiegelt die tiefe, tranceartige Atmosphäre wider, die das sechsstückige Werk durchzieht. Die Band ließ sich für dieses Album stark von afrikanischen und orientalischen Klängen inspirieren.
Innerhalb von nur drei Tagen wurde die EP in einem kleinen Studio in Brüssel aufgenommen – ein roher, spontaner Prozess, der den kreativen Jam-Charakter der Band widerspiegelt. Songs wie „Dolmus“, der mit nahöstlichen Sounds und treibenden Rhythmen fesselt, oder das hypnotische „Azalai“, in dem sich Äthiopien-Jazz mit Dub-Elementen vermischt, zeigen die musikalische Bandbreite von Azmari. Die Einflüsse von Künstlern wie Herbie Hancock, Cymande, The Heliocentrics und Fela Kuti sind dabei deutlich spürbar.
Die Veröffentlichung von „Ekera“ machte Azmari zu einem Geheimtipp in der europäischen Jazz- und Groove-Szene und legte den Grundstein für ihren weiteren musikalischen Werdegang.
Die Mitglieder
Die Band besteht aus folgenden Musikern:
- Arthur Ancion (Schlagzeug, Perkussion) – Der energiegeladene Rhythmusgeber und treibende Kraft hinter den dynamischen Beats.
- Basile Bourtembourg (Keyboard, Saz/Bağlama) – Sorgt für psychedelische, sphärische Klangflächen und jazzige Harmonien.
- Jean-Georges „Jojo“ Demeijer (Schlagzeug) – Verleiht den Songs mit seinen Groove-Patterns eine warme, lebendige Dynamik.
- Niels D’Haegeleer (Bass) – Bildet mit seinen hypnotischen Basslines das pulsierende Fundament der Band.
- Mattéo Badet (Saxophon, Kaval) – Mit seinem kraftvollen Spiel prägt er die Melodien und Improvisationen von Azmari.
- Yohan Dumas (Saxophon, Flöte) – Bringt zusätzliche klangliche Nuancen und orientalische Elemente in den Sound der Band.

Herausforderungen und neue Bühnen in Flandern
Nach zahlreichen Proben und Live-Auftritten, die durch die Herausforderungen der Pandemie immer wieder unterbrochen wurden, konnte die Band schließlich der lang erwarteten Veröffentlichung ihres zweiten Albums näherkommen.
Ursprünglich für den Frühling 2020 geplant und von internationalen Festivalauftritten wie dem Fusion Festival in Berlin und dem We Out Here Festival in England begleitet, mussten diese Termine pandemiebedingt abgesagt werden. Stattdessen fanden sie in Flandern neue Bühnen: In Städten wie Gent, Brügge, Antwerpen, Geel, Ostende und Kortrijk nutzten sie die Gelegenheit, die durch die Absage internationaler Acts entstand, und präsentierten dort erstmals den neuen Sound ihres Albums „Samā’ī“ live.
Stilwandel und internationale Türen
Das Werk, entstanden nach einem unvergesslichen Trip in der Türkei, markiert einen deutlichen Wendepunkt in ihrem Stil – weg von einer rein äthiopisch geprägten Klangwelt hin zu einem reichen Mosaik aus Soul-Funk, Afrobeat und psychedelischen Elementen.
Gleichzeitig eröffnete die Zusammenarbeit mit dem Ghent-er Label Sdban dem Kollektiv internationale Türen, was zu zahlreichen neuen Booking-Angeboten führte und ihren Weg in die europäische Musikszene nachhaltig prägte.

"Maëlstrom" – Eine klangliche Tiefseereise
Nach dem Erfolg von „Samā’ī“ setzten Azmari ihre musikalische Evolution mit „Maelström“ fort, einem Album, das tief in experimentelle Klänge eintaucht und ihre kühnste klangliche Erforschung bisher darstellt.Geleitet von Produzent Frederik Segers, tauchte die Band buchstäblich in neue Frequenzen ein, um die atmosphärische Tiefe und das hypnotische Element ihrer Musik weiter auszubauen.
Die Aufnahmen fanden im Boma Studio in Gent statt, einem kreativen Raum, in dem sich Azmari ihrem Sound mit maximaler Freiheit widmen konnten. Der Aufnahmeprozess erstreckte sich über mehr als ein Jahr. Frederik Segers spielte dabei eine entscheidende Rolle, indem er mit Effektpedalen und analoger Studiotechnik experimentierte und so der Produktion eine einzigartige, fast cineastische Klangästhetik verlieh.

Stilistische Erweiterung und neue Einflüsse
Mit „Maelström“ erweitern Azmari ihr Klangspektrum um düstere Funk-Elemente, pulsierende Dub-Rhythmen und orientalische Melodien, die mit jazzigen Texturen verwoben sind. Der Einfluss von Okay Temiz und Sons of Kemet ist spürbar, doch bleibt der Sound unverkennbar Azmari: hypnotisch, improvisationsgeladen und von tiefer rhythmischer Komplexität. Besonders der Einsatz von Clavinet-Keyboards, analogen Synthesizern und resonierenden Bläsersätzen verstärkt die psychedelische Note des Albums.
Die Tracks sind von energiegeladenen Jam-Sessions geprägt, die später ausgearbeitet wurden. Diese intuitive Arbeitsweise erlaubt es der Band, ihre musikalischen Ideen in Echtzeit zu erkunden und die intensivsten Momente daraus in ihre Stücke zu überführen. Die tiefen, fast abgrundartigen Klänge spiegeln die immersive Natur der Musik wider – als wäre man auf einem akustischen Tauchgang durch unerforschte Klangwelten.
Internationale Resonanz und Zukunftspläne
Mit der Veröffentlichung von „Maelström“ im Oktober 2023 etablierte sich Azmari endgültig als fester Bestandteil der europäischen Jazz- und Groove-Szene. Die einzigartige Mischung aus Ethio-Jazz, Funk, Dub und psychedelischer Musik erregte internationale Aufmerksamkeit.
Die Zukunftspläne der Band beinhalten nicht nur eine ausgedehnte Tournee, sondern auch neue Experimente mit Improvisation und Klangtexturen. Geplant sind außerdem musikalische Sessions mit befreundeten Musikern, um neue kreative Wege zu erkunden. Ab Mai 2025 arbeiten Azmari an ihrem vierten Album, das ihre klanglichen Erkundungen weiter vertiefen wird. Azmari bleiben ihrem Konzept treu: Musik als tranceartige, kollektive Erfahrung zu erschaffen, die Grenzen auflöst und das Publikum in eine andere Welt entführt.
Diskografie:
2019
Ekera EP
2021
Samā’ī
2023
Maelström
5 Songs:
Die Food'n'Bass Playlist:
YouTube
Spotify
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